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Michael Wolf zum Oberbürgermeister-Kandidaten der Skatstadt gekürt

Michael Wolf zum Oberbürgermeister-Kandidaten der Skatstadt gekürt

Erwartungsgemäß und nahezu einstimmig haben die Sozialdemokraten der Skatstadt Amtsinhaber Michael Wolf am Freitag erneut zu ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten gewählt.

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Altenburg. "Eine echte Alternative für Michael Wolf gibt es nicht", hatte Ortsvereinschef Norman Müller den OB gepriesen und dessen Eigenschaften aufgelistet, die für das Amt nötig seien. Erfahrung, Weitblick, Akzeptanz in der Landespolitik, Rückhalt und Anerkennung bei der Bevölkerung, politisches Gespür zur Mehrheitsfindung. Die Wolf unterstellte Arroganz, Abgehobenheit oder Sturheit seien falsch gedeutet, dabei handele es sich vielmehr um Durchsetzungsvermögen und Beharrlichkeit, stellte Müller klar.

"Ich bin ein Kerl mit Ecken und Kanten" und das bleibe er auch, bekannte Wolf sodann auch selbst. Von einem Zick-Zack-Kurs halte er gar nichts, wo am Ende ein ganzes anderes Ziel erreicht werde, als es angekündigt wurde. Dieser Durchsetzungswille und dabei auch einmal auf den Tisch zu hauen, sei sicher nicht für jeden einfach. Wolf bedauerte sehr, dass er auf seinem Weg auch einige Freunde verloren habe. Doch ihm blute das Herz, wenn er zusehen müsse, welche Chancen und Potenziale der Stadt ungenutzt blieben, weil die politischen Rahmenbedingungen nicht stimmten. "Altenburg kann mehr, als es momentan darf", rief der OB unter dem Beifall seiner Genossen.

Daher werde er in Zukunft mehr dafür tun, die Entscheidungsträger in Erfurt für Altenburg zu begeistern, kündigte Wolf an. "Wir haben da Nachholebedarf." Als wichtige Ziele der kommenden Amtszeit gab er den Anschluss an die neue Autobahn 72 sowie den Bau der Westumfahrung der Stadt aus. Außerdem werde er sich für eine Anbindung der Stadt an eine überregionale Bahnlinie Chemnitz-Zwickau-Leipzig einsetzen.

Als zwei der wichtigsten Trümpfe der Stadt nannte Wolf Kultur und Geschichte, die ausgespielt werden müssen. Er forderte, die bedeutenden kulturellen Stätten wie Schloss, Marstall und Rote Spitzen zu sanieren und mit Leben zu erfüllen. Damit und mit den Barbarossa-Festspielen wolle man mehr auf sich aufmerksam machen. "Denn das größte Problem ist unser Bekanntheitsgrad", sagte der OB. Mit Nachdruck verwahrte er sich dagegen, dass das Theater preisgegeben werde solle. Es sei allerdings nötig, dort weiter zu sparen, möglicherweise auch beim Personal, und zu überprüfen, welche Sparten man sich in Zukunft noch leisten könne.

Wolf versprach, dass es mit ihm auch in Zukunft keine Gebühren bei der Sportstättennutzung für Vereine geben werde. Er kündigte an, auf die Nachbargemeinden zuzugehen und dort für größere Strukturen zu werben. Zuvor müssten die Ängste zerstreut werden, dass dabei die ländliche Identität verlorengehe. Er habe Verständnis für Selbstständigkeit. Wenn die Region aber nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken wolle, wenn es Einrichtungen, wie Hallenbad oder Berufsfeuerwehr, auch weiterhin geben solle, müsse man deutlich machen, dass dies nur gemeinsam funktioniere.

 

-Standpunkt

 

 

 

 

"Ehe ich falsche Versprechungen mache, mache ich gar keine", stellt Michael Wolf klar. Wenn man die Bürger ernst nehme, hätten sie auch Verständnis dafür, wenn etwas nicht möglich sei.

Der gebürtige Altenburger ist seit der Altenburger Gründungsveranstaltung am 5. Januar 1990 SPD-Mitglied. 2000 löste er den damaligen Amtsinhaber Johannes Ungvári ab und ist seitdem Oberbürgermeister der Skatstadt. In seiner Freizeit ist er als Radfahrer und Bergwanderer aktiv. Der 49-Jährige ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

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