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Altenburg Mieter helfen sich untereinander
Region Altenburg Mieter helfen sich untereinander
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19:32 21.08.2013
Das knallgelbe Gütesiegel ist beim sechsjährigen Philipp und der zehnjährigen Celina in guten Händen. Die Mieter freuen sich zusammen mit Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn (hinten r.) und der Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Silke Hochtritt (hinten l.) über die Anerkennung als kinderfreundliches Haus. Quelle: Mario Jahn

Insgesamt hatte es diesmal im Landkreis fünf Bewerbungen gegeben, die alle mit dem Gütesiegel bedacht wurden. In Leben gerufen hatte die Aktion 2011 die Initiative Jungens Wohnen des Landkreises.

Vor dem Haus herrschte gestern Nachmittag reges Treiben. Viele der neun Mietparteien hatten es sich in der gemütlichen Sitzecke bequem gemacht. Da saß Ursula Hirschkorn, die mit 87 die älteste Hausbewohnerin ist, ebenso wie der zweieinhalbjährige Clemens. "In unserem Haus wohnen zwar nur drei Kinder, doch oft kommen die Enkel und Urenkel der älteren Mieter vorbei. Bei uns fühlen sich alle wohl und es herrscht immer reges Treiben", berichtet Mieterin Claudia Hauffe, die sich wie alle anderen Mieter über das Gütesiegel freute. Zur Hausgemeinschaft gehören zwei ältere Ehepaare, zwei alleinstehende ältere Damen und der Rest sind jüngere Leute mit und ohne Kinder.

Überbracht wurde das Gütesiegel von der ehrenamtlichen Vizelandrätin Kathrin Backmann-Eichhorn (SPD). Als Luckas Bürgermeisterin freute sie sich darüber, dass in einem Haus der städtischen Wohnungsgesellschaft nun bereits die dritte kinderfreundliche Hausgemeinschaft geehrt wurde. "Es ist schön, dass Kinder in ihrem Haus willkommen sind und auch mal Krach machen dürfen. Ich finde es gut, dass Jung und Alt unter einem Dach gut miteinander auskommen. Vielleicht können Sie auch voneinander lernen und einander helfen", sagt sie.

Das gute Miteinander ist in diesem Haus längst an der Tagesordnung und das nicht nur bei den regelmäßigen Grillabenden. "Meine Nachbarin Elke Dannenberg holt zum Beispiel hin und wieder meine Tochter Celina aus der Schule ab und passt so lange auf, bis ich nach Hause komme", erzählte Claudia Hauffe. Im Gegenzug nehme sie die Nachbarin mal mit zum Einkaufen oder bringt ihr etwas mit. So funktionierte das auch bei anderen Nachbarn.

Silke Hochtritt, Geschäftsführerin der städtischen Wohnungsgesellschaft, freute sich mit ihren Mietern und versprach, im Haus einen geeigneten Platz für das knallgelbe Gütesiegel zu finden.

Um das Gütesiegel zu bekommen, müssen die sich bewerbenden Hausgemeinschaften bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehören eine kinderfreundliche Hausordnung, Spielmöglichkeiten für die Kleinen im Wohnumfeld oder Abstellflächen für Kinderwagen und Fahrräder. Bärbel Müller und Jana Fuchs vom Landratsamt hatten sich vor Ort davon überzeugt, ob dies in der Altenburger Straße 65 gegeben ist.

Nach dem Abschluss der zweiten Aktionsrunde gibt es in der Kleinstadt nun insgesamt fünf anerkannte kinderfreundlich Hausgemeinschaften. Denn im vergangenen Jahr gab auch zwei dieser Plaketten für Mieter der Wohnungsgenossenschaft.

Marlies Neumann

Neumann, Marlies

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