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Millionen-Investition: Ewa modernisiert Blockheizkraftwerk und Netz

Millionen-Investition: Ewa modernisiert Blockheizkraftwerk und Netz

Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) hat dieses Jahr Großes vor. Zum einen modernisieren die Stadtwerke der Skatstadt ihr Blockheizkraftwerk in der Poststraße für 3,7 Millionen Euro.

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Die Ewa saniert dieses Jahr ihr Heizkraftwerk in der Altenburger Poststraße für 3,7 Millionen Euro. Von außen wird es sich aber nur unmerklich verändern.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Thomas Haegeler

"Wir bauen", bestätigte Ewa-Geschäftsführer Anton Geerlings auf OVZ-Nachfrage ungewohnt lakonisch die Modernisierung des Blockheizkraftwerks in der Poststraße, das ganz Altenburg-Nord und einen Teil des Lerchenberges versorgt. Das könnte daran liegen, dass der Weg bis zu diesem kurzen Satz ein langer war. Schließlich plant die Ewa den Umbau bereits seit einem knappen Jahr. Vor- und Ausführungsplanungen wurden gemacht, der Aufsichts- und der Stadtrat mussten zustimmen und zu guter Letzt brauchte Geerlings auch noch die Versicherung der drei Altenburger Wohnungsgesellschaften SWG, AWG und WAG, bis 2020 weiter Fernwärme von der Ewa zu beziehen.

"Alle drei haben unterschrieben", verkündete der Ewa-Chef nun und freut sich, dass es losgehen kann. Die Ausschreibungen laufen bereits. Mit dem Ergebnis, dass man vier Einzellose mit mehreren Aufträgen gemacht hat, damit auch Unternehmen aus der Region von dem Großprojekt profitieren können. "Ausnahme bleiben die einzubauenden Maschinen, denn dafür gibt es bundesweit nur drei Anbieter."

Der Baubeginn ist für Anfang Mai geplant. "Zuerst werden wir eine Ersatzlösung mit Containern aufstellen, um die Versorgung weiter zu gewährleisten, und dann das alte Kraftwerk abschalten", erklärte Geerlings weiter. Pünktlich zum Start der neuen Heizperiode am 30. September soll das neue Blockheizkraftwerk dann in Betrieb gehen.

Allerdings wird von dem Neuen nach außen so gut wie nichts zu sehen sein. Denn die Hülle des alten Kraftwerks bleibt stehen und nur das Innenleben wird modernisiert. Da die neuen Maschinen wesentlich kleiner sind als die bisherigen vier Gasmotoren und die beiden zusätzlichen Hochdruck-Heißwasserkessel, wird drinnen alles luftiger. Auch die mögliche Leistung des Kraftwerkes wird auf ein Drittel der bisherigen reduziert - und zwar von rund 50 auf etwa 17 bis 18 Megawatt.

Damit reagiert die Ewa auf den demografischen Wandel. Denn die stetig schrumpfende Bewohnerzahl in Altenburg-Nord verbraucht auch immer weniger Energie. Das zeigte sich etwa im strengen und langen Winter 2010/11, als das Kraftwerk nur einen Spitzenwert von 13 Megawatt leisten musste. "Die alten Anlagen sind für den heutigen Bedarf deutlich überdimensioniert", begründet Geerlings, warum die Modernisierung notwendig wurde. "Auch die Gasmotoren sind inzwischen ziemlich alt, müssten daher bald umfangreich instand gesetzt werden und die Ausnahmegenehmigung zum Betrieb der Heizkessel läuft 2014 aus."

Um die bundesweit festgelegten Schadstoff-Werte künftig einzuhalten, bräuchten die Kessel zum Ablauf der Ausnahmegenehmigung zudem neue Brenner und neue Messeinrichtungen. "Deshalb ist es wirtschaftlicher, die Technik gleich durch modernere zu ersetzen." Außerdem gibt es für die Module des Blockheizkraftwerks seit dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz von 2009 keine Zuschläge mehr, und durch die überdimensionierte Wärmeleistung müsste die Ewa Emmissionszertifikate zukaufen, was beides finanzielle Einbußen zur Folge hätte.

Dass man die für die Modernisierung des Kraftwerks nötigen 3,7 Millionen Euro sowie weitere 4,02 Millionen Euro für Investitionen in Netz und Energie-Erzeugung nicht komplett selbst stemmen kann, stellt Geerlings als völlig normal dar. "Wir erwirtschaften zwar Geld, aber so viel dann auch wieder nicht", sagte er und verwies auf den Eigenanteil von über 2,7 Millionen Euro, den die Ewa aufbringt.

Unter den Instandsetzungsarbeiten am Strom-, Gas-, Wärme- und Wassernetz, die sich über das ganze Stadtgebiet erstrecken, sind die am Wassernetz in Rautenberg und in der Leipziger Straße mit zwei Millionen beziehungsweise 400 000 Euro die größten Posten. Es folgen die Umstellung auf temperaturgeführte Gaszähler mit 533 000 Euro sowie Restbeträge für den seit Mitte vergangenen Jahres laufenden Bau des Umspannwerkes Altenburg (OVZ berichtete) mit 280 000 Euro.

"Beim Umspannwerk liegen wir voll im Plan, weil das Wetter im vergangenen Jahr sehr gut mitgespielt hat", so Geerlings. Die Arbeiten am Wilchwitzer Weg sollen 2014 abgeschlossen sein. Bis dahin will die Ewa laut ihres Geschäftsführers auch beginnen, das Blockheizkraftwerk in Altenburg-Südost zu modernisieren.

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