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Millionen-Investition am Flugplatz Nobitz - Luftfahrt-Unternehmen plant neuen Standort für Entwicklung, Produktion und Wartung

Millionen-Investition am Flugplatz Nobitz - Luftfahrt-Unternehmen plant neuen Standort für Entwicklung, Produktion und Wartung

Eine der größten Investitionen im Altenburger Land steht offenbar unmittelbar vor ihrer Realisierung. Ein Schweizer Luftfahrtunternehmen plant eine Ansiedlung auf dem Flugplatz Nobitz.

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Freie Flächen hat der Nobitzer Flugplatz genug, was bislang fehlt, sind große Ansiedlungen.

Quelle: Mario Jahn

Nobitz/Altenburg/Erfurt. Von Günter Neumann

Nach unbestätigten Angaben soll noch in diesem Monat der Kaufvertrag mit einer Schweizer Holding über ein knapp zwölf Hektar großes Areal am Rande des Flugfeldes abgeschlossen werden. Investiert werden soll ein dreistelliger Millionenbetrag, die Rede ist von weit über hundert neuen Jobs. Die neue Firma will leichte Arbeitshubschrauber für den Zivilsektor herstellen. In Nobitz würden sowohl Entwicklung und Produktion als auch Wartung und Support angesiedelt. Schon im Frühjahr könnte das Vorhaben starten.

Das Unternehmen hatte das Projekt auf internen Sitzungen des Flugplatz-Aufsichtsrates sowie des Wirtschaftsausschusses und des Kreisausschusses vorgestellt, bevor der Kreistag auf seiner jüngsten Sitzung ebenfalls im nichtöffentlichen Teil die Verkaufsverhandlungen billigte. Der Landkreis ist nach dem Ausstieg Altenburgs Hauptgesellschafter des Flugplatzes.

Auch vom Thüringer Verkehrsministerium kommen positive Signale, schließlich hatte Erfurt nach dem Ende des Ryanair-Projekts immer die Ansiedlung von sogenanntem luftfahrt-nahen Gewerbe als Entwicklungschance für den Flugplatz favorisiert. Bislang gibt es dort aber nur die Kunststofftechnik Nobitz (KTN), die unter anderem Teile für den Airbus liefert, und das Werk des immer noch im Insolvenzverfahren befindlichen Flugzeugmotoren-Herstellers Thielert.

Ein Knackpunkt wird nun die weitere Bezahlung der Fluglotsen durch das Land sein, rund 250 000 Euro im Jahr. Solange internationaler Linienflugverkehr abgewickelt wurde, war das eine "Pflichtaufgabe", nach dem Aus für Ryanair ist das Geld aber dennoch stets weitergezahlt worden. Die vorhandenen Lotsen wiederum sind Bedingung für den Status als Luftraum-Kategorie Delta, der gewerblichen Flugverkehr ab einer bestimmten Größenordnung erst möglich macht.

Und ein komplett funktionierender Flugplatz ist natürlich die Grundvoraussetzung für das gesamte Vorhaben. In dem europaweiten Auswahlverfahren hatte Nobitz aber noch mit weiteren Pfunden wuchern können. So verfügt der Platz, der übrigens eine 24-Stunden-Betriebsgenehmigung hat, auch über eine ausreichend lange Piste für Transportflüge. Dank seiner Profilierung auf den Geschäftsreiseverkehr müssen die Investoren zudem keine Einschränkungen wegen Linien- oder Militärflügen berücksichtigen.

Neben der günstigen Lage mitten in Mitteldeutschland hat schließlich auch die Nähe zu namhaften ingenieurtechnischen Ausbildungsstätten von Jena über Zwickau und Chemnitz bis Dresden die Entscheidung für Nobitz befördert.

-Kommentar Seite 13

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