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Altenburg Millionen-Investition im Gewerbegebiet Weißer Berg
Region Altenburg Millionen-Investition im Gewerbegebiet Weißer Berg
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21:18 08.03.2012
Seit über zehn Jahren verwaist - das Firmengelände im Gewerbegebiet am Weißen Berg. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Von Ellen Paul

Es ist wohl eine der ungewöhnlichsten Ansiedlungen der jüngeren Vergangenheit. Denn schon vor über zehn Jahren, kurz nach der Insolvenz der Altenburger Fensterbau, hatte die Finstral GmbH mit Stammsitz in Südtirol die Produktionshalle erworben und seither das Anwesen auch stets gesichert und gepflegt. Erst jetzt entschied man sich aber, ernsthaft zu investieren und im Gewerbegebiet einen Produktionsstandort zu eröffnen.

Gegenüber Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und dem städtischen Wirtschaftsförderer Tino Scharschmidt kündigte Finstral-Geschäftsführer André Mehlhorn an, am Weißen Berg bis Ende des Jahres mit bis zu 15 neuen Mitarbeitern Hebeschiebetüren und Fassadenelemente für den nordeuropäischen Markt produzieren zu lassen. Die in Aussicht stehende Wiederbelebung der ehemaligen Produktionshalle stellt eine strategische Entscheidung des Unternehmens dar, die eine beachtliche Investitionstätigkeit auslösen soll, heißt es in einer Pressemitteillung.

Finstral plant in Altenburg ein eigenes Logistiksystem für den Versand von Großfenstern, die vor allem in Industriebauten zum Einsatz kommen. Es soll ermöglichen, die übergroßen Fenster direkt an der Baustelle anzuliefern und auch zu höheren Öffnungen bis zum zweiten Geschoss zu heben. Bis Ende 2012 sollen am Weißen Berg pro Woche 100 Hebeschiebetüren und Fassadenelemente sowie 300 Rollladenelemente produziert werden.

Darüber hinaus soll - in Abhängigkeit von der Absatzentwicklung - bis Mitte 2013 eine zusätzliche Serienfenster-Fertigung realisiert werden. Dafür will das Unternehmen eigenen Aussagen zufolge rund zwei Millionen Euro investieren und weitere 35 Arbeitsplätze schaffen.

Finstral ist ein europaweit agierender Hersteller von Fenstern, Türen und Glasanbauten mit Hauptwerk in Unterinn am Ritten in Südtirol. Zum Unternehmen gehören zurzeit 13 Produktionswerke, in denen insgesamt rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt sind.

In der Investitionsankündigung sieht der OB einen weiteren Erfolg für die beharrliche und zielstrebige Arbeit seiner Wirtschaftsförderpolitik. "Altenburg wird als Wirtschaftsstandort zunehmend interessant", so Wolf gegenüber der Presse. Wenn Finstral sein Vorhaben wahr macht und die bislang optionierten 15 000 Quadratmeter im Umfeld zur Erweiterung seines Altenburger Produktionsstandortes kauft, wäre das Gewerbegebiet Weißer Berg zudem voll belegt. Die eigene Ansiedlung der Feuerwehr hat nach Wolfs Überzeugung nicht unerheblich dazu beigetragen. "Das gibt den Firmen ein Sicherheitsgefühl."

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