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Altenburg Miniaturbahnen schnaufen durch Meuselwitzer Lokschuppen
Region Altenburg Miniaturbahnen schnaufen durch Meuselwitzer Lokschuppen
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Besucher des Weihnachtsmarktes im Meuselwitzer Lokschuppen geraten bei der eingeschneiten Modellbahn ins Träumen. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Ursprünglich war die Installation zur Modellbahnausstellung im Herbst aufgestellt worden und widmete sich dem Thema Western und Amerika. Doch der Verein Kohlebahnen e.V., der auch den Weihnachtsmarkt ausrichtet, bat Karl-Heinz Krause und Sohn Thomas, die Anlage noch ein wenig stehen zu lassen und für die Vorweihnachtszeit aufzuhübschen. "Zwei Nachmittage haben wir daran gearbeitet, dann war alles fertig", erklärt Krause den Ablauf. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Denn es wurde nicht nur die Landschaft mit dem Mehl eingeschneit, auch zahlreiche weihnachtliche Elemente fanden ihren Weg in die Installation. So ziert nun ein kleiner Weihnachtsmarkt mit Bude und Riesenrad die Fläche neben dem amerikanischen Highway. Auch der siebenjährige Elias ist sichtlich begeistert, schaut mit großen Augen den umherfahrenden Weihnachtszügen hinterher. "Er hat sich schon die ganze Zeit darauf gefreut", berichtet Oma Barbara Zelzmann. "Die Veranstalter haben sich dieses Jahr richtig Mühe gegeben", findet die Meuselwitzerin beim Blick durch die Halle.

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Der Weihnachtsmarkt bei der Kohlebahn im Lokschuppen Meuselwitz – mit Adventssingen und Modellbahnanlage – erfreute sich großer Beliebheit bei Groß und Klein.

Das sehen offenbar auch viele andere so, denn bereits am Nachmittag sind rund 250 Besucher zwischen den Ständen unterwegs, stärken sich bei Roster und Glühwein und stöbern nach einem besonderen Schnäppchen. Und das Angebot ist groß: Von Kerzen und Gestecken bis hin zu hausgemachter Wurst und verschiedenen Textilien ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Sebastian Schwarz ist bereits fündig geworden. Er hat an einem Stand einen alten Bilder-Adventskalender entdeckt. "Jedes Jahr schenken mein Vater und ich uns gegenseitig solche Kalender, das hat bei uns Tradition", erklärt er seine Freude über den Fund. Der Clou in diesem Jahr: "Das ist ein Original-DDR-Kalender, die zu finden ist immer ein bisschen schwierig. Da musste ich zuschlagen", betont der junge Meuselwitzer - und zieht glücklich weiter.

"Wir sind jedes Jahr hier", berichten Brigitte Klopp, Margit Quaas und Gisela Kraus. Die drei Meuselwitzerinnen weisen direkt auf den ihrer Meinung nach größten Vorteil der Lokalität hin: "Hier ist es auch immer gut gefüllt, weil es einfach wärmer ist." Da lässt sich gleich noch gemütlicher Apfelglühwein - der Favorit der Damen - trinken. Das Trio freut sich vor allem über das Programm. "Das was der Kindergarten hier macht, ist immer so schön", sagt Brigitte Klopp mit Blick auf die Regenbogengruppe der Kita "Märchenland", die die Besucher am Nachmittag mit Weihnachtsliedern unterhält. Und den großen Applaus am Ende haben sich die kleinen Weihnachtsmänner und Elfen für ihre sympathische Aufführung redlich verdient.

Entsprechend zufrieden ist denn auch Eberhard Hanisch vom Verein Kohlebahnen mit der Veranstaltung: Und er hat am Ende auch nur einen Wunsch für die Zukunft: "Man könnte den Ablauf der Weihnachtsmärkte im Umkreis besser koordinieren - dann haben alle Märkte mehr Besucher."

Denn an ersten Adventswochenende wurde sich nicht nur im Lokschuppen auf das Fest eingestimmt, sondern auch in Altenburg, Rositz, Windischleuba, Saara, Mockern, Wintersdorf, Treben, Podelwitz und Lumpzig.

Von Bastian Fischer

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