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Altenburg Minister Tiefensee fordert in Altenburg solidarische Gesellschaft
Region Altenburg Minister Tiefensee fordert in Altenburg solidarische Gesellschaft
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14:01 01.05.2018
Tag der Arbeit: Zur Veranstaltung auf dem Markt hatten sich auch die SPD-Politiker Wolfgang Tiefensee (l.) und Elisabeth Kaiser (2.v.l.) eingefunden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Erst Altenburg, dann Gera und Erfurt. In dieser Reihenfolge taktete am Dienstag Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sein Besuchsprogramm am Tag der Arbeit. „Es ist wichtig, dass wir uns heute auf der Straße zeigen“, sagte der SPD-Politiker am Rednerpult, gerichtet an die versammelte Runde auf dem Markt. Wie gewohnt, hatten insbesondere Gewerkschaften – von DGB über IG Metall bis hin zu IG Bau und IG BCE – vor Ort Position bezogen, politisch flankiert von SPD, Linken und MLPD. Die Zahl der Gäste indes blieb überschaubar. Vor allem Bundes- und Landespolitik prägte die Reden am Mikrofon – mit Ausnahme des Altenburger SPD-Ortsvereins-Vorsitzenden Thomas Jäschke. Vor wenigen Tagen hat er bei der Meuselwitz Guss Eisengießerei sein Amt als Betriebsratsvorsitzender angetreten und steckt seitdem mitten im Kampf um Arbeitsplätze. Wie die OVZ berichtete, plant das Unternehmen mit Verweis auf Auftragsrückgänge einen tiefgreifenden Stellenabbau – rund 100 Mitarbeiter sollen gehen. „Ich bitte euch, die Mitarbeiter der Meuselwitz Guss zu unterstützen, euch zu solidarisieren“, wandte sich Jäschke an die Zuhörerschaft.

Tiefensee: Vielen geht es nicht gut

Solidarität, darum ging es auch Wolfgang Tiefensee. „Die positive Entwicklung im Land kommt nicht bei allen an. Es gibt viele, denen es nicht gut geht in Thüringen, im Altenburger Land“, konstatierte der Minister. „Wir brauchen eine solidarische Gesellschaft und auch eine Willkommenskultur.“ Und nicht zuletzt für das Opel-Werk in Eisenach eine langfristige Perspektive, mahnte Tiefensee.

Frank Lengert, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Ostthüringen, sieht Herausforderungen vor allem im digitalen Wandel. Beschäftigte müssen, so forderte er, für die Digitalisierung in der Arbeitswelt qualifiziert werden, jedoch ohne dass sich das „Hamsterrad des Leistungsdrucks und permanenter Verfügbarkeit“ immer schneller drehe.

Von Kay Würker

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