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Altenburg Missbrauchsprozess: Angeklagter muss knapp drei Jahre ins Gefängnis
Region Altenburg Missbrauchsprozess: Angeklagter muss knapp drei Jahre ins Gefängnis
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20:43 18.07.2012

Der Altenburger Mario K. ist gestern wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern und versuchter Nötigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Die zweite Strafkammer des Landgerichts Gera sah es als erwiesen an, dass der 46-Jährige der Tochter seiner Lebensgefährtin an den Busen gegrapscht und sie gezwungen hat, sein Geschlechtsteil anzufassen. Sieben Mal hat er 2010 an der zur Tatzeit 13-Jährigen sexuelle Handlungen vorgenommen.

Auch die 17-jährige Schwester belastete K. vor Gericht. Er habe sie betatschen wollen und nach Sex gefragt. Als Beweis dienten außerdem Fotos, die intime Körperteile sowohl der Tochter als auch des Angeklagten zeigen. Die Lebenspartnerin des Angeklagten äußerte zwar den Verdacht, dass ihre Tochter das Bild am Computer manipuliert habe. Am gestrigen Verhandlungstag bestätigte aber ein Sachverständiger, dass die abgebildeten Körperteile ohne Zweifel dem Angeklagten zuzuordnen sind.

Nachdem sich die Beweislage zu seinem Nachteil verschlechtert hatte, habe der Beteiligte die Tatvorwürfe eingeräumt, sagte Andrea Höfs, Pressesprecherin am Landgericht Gera, auf OVZ-Nachfrage. Mario K. habe erklärt, dass es ihm leid tue.

Das Urteil geht mit zwei Jahren und acht Monaten allerdings über das anfänglich beantragte Strafmaß hinaus: Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig: Der Angeklagte kann binnen einer Woche erklären, ob er in Revision geht.

Jonas Alder

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