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Altenburg Mit Genial3 zum Erfolg – Programm fördert kreative Ideen
Region Altenburg Mit Genial3 zum Erfolg – Programm fördert kreative Ideen
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00:33 14.04.2018
Michael Apel (3.v.l.) bei einer seiner Coachingrunden mit den Erfindern kreativer Vorhaben. Bis 2019 sollen bis zu 15 solcher Vorhaben gefördert werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Eine schrumpfende und immer älter werdende Bevölkerung, stetig aufflackernde Klagen über keine oder zu wenig attraktive Offerten für die Freizeit- und Lebensgestaltung, Frust und Rückzug ins Private. Vorurteile, die über Altenburg und das Altenburger Land ziemlich weit verbreitet sind. Und an denen manchmal auch etwas dran ist.

„Aber es gibt in der Region durchaus viele Menschen, die kreative Ideen haben, die durchaus interessante und zukunftsorientierte Projekte im Kopf tragen“, sagt Michael Apel. „Nur leider bleibt es viel zu oft bei den doch noch recht vagen Ideen, weil viele nicht wissen, welche Möglichkeiten es für eine Umsetzung einer solchen innovativen Idee gibt oder was es braucht, um eine erst lockere Idee zu einem Projekt zu machen, das für andere interessant sein könnte“, erklärt der Diplom-Volkswirt.

Seit Januar ist er als Projektleiter für „Genial3 gedacht – gemacht – gelungen“ von Geschäftsführerin Andrea Wagner unterwegs und betreut solche kreativen Köpfe. Gefördert wird das bis 2019 laufende „Genial3“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. „Bereich der Förderung sind Modell- und Demonstrationsvorhaben zur sozialen Dorfentwicklung“, erörtert Apel. Bis zu 15 Einzelvorhaben können unter den Schirm dieses Projekts aufgenommen und von der Idee bis zum konkret untersetzten Angebot weiterentwickelt werden.

Klingt alles reichlich bürokratisch, wie auch Apel einräumt. Aber vergleichbar sei dies mit einer Art Verwaltungsgemeinschaft (VG): An der Spitze sitzt mit Apel der VG-Chef, der als Dienstleister für alle Mitgliedsgemeinden oder im konkreten Fall Einzelvorhaben fungiert. „Wir entwickeln die einzelnen Ideen in diversen Runden kontinuierlich weiter, suchen weitere Fördermöglichkeiten und vor allem auch Punkte, wo es bei den einzelnen Vorhaben sogar Punkte gibt, wo sie untereinander interessanter und attraktiver werden könnten“, erklärt Apel. Hinzu kommt, dass der Projektleiter den kreativen Köpfen den Weg durch das bürokratische Dickicht zeigt. Bislang sind vier Verträge mit „Genial3“ fix, von denen manche sicher ein wenig abenteuerlich klingen. „Es ist Aufgabe der Projektleitung, nach Lösungswegen zu suchen“, so Apel.

Da ist die „Farbküche“ aus Altenburg, die ohnehin schon durch ihre bunten Projekte aus Schulen in Mitteldeutschland bekannt ist. Die Protagonisten suchen jetzt ein eigenes Domizil, wo die Besucher tagtäglich diese Kreativität ausleben können. „Bislang sind unsere Projekte immer nur zeitlich befristet. Wir wollen die verstetigen“, sagt Susann Seifert.

Nils Böhme möchte es ermöglichen, allen Schülern und Auszubildenden ab 14 Jahren ein kostenloses Nahverkehrsticket zu gewährleisten. „Was bislang nur Studenten vorbehalten ist. Aber mit so einem Ticket könnte man auch Azubis die Chance geben, in Altenburg wohnen zu bleiben und die umliegenden Städte ohne teures Auto oder Moped zu besuchen.“

Virtuell wirbt seit geraumer Zeit Stefan Leonhardt aus Schmölln mit seiner Internetseite „Knopfstadt.de“. „Hier gibt es so viele spannende Veranstaltungen und Angebote, die aber nur wenige kennen. Hier sollen sie zusammenlaufen.“

Um Isabel Kröber und andere scharen sich derzeit fünf Familien, die im Altenburger Land nach spannenden Alternativen in generationsübergreifenden Lebensformen unter dem Motto „Familie im Aufbruch“ suchen.

„Die ersten Coachingrunden sind bereits gelaufen und weitere Verträge stehen vor ihrer Unterzeichnung“, so Apel.

www.genial-hochdrei.de

Von Jörg Wolf

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