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Altenburg Mit Herz und Heimat: Ostthüringer Sammelbörse hat fast 500 Gäste
Region Altenburg Mit Herz und Heimat: Ostthüringer Sammelbörse hat fast 500 Gäste
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00:31 04.05.2018
Münzen und Briefmarken sind die Hauptleidenschaften auf der Ostthüringer Sammelbörse. Auf den langen Tischen im Kulturhaus reihen sich die Raritäten. Quelle: Mario Jahn
Rositz

Sammlerleidenschaft ist unergründlich. „Ich weiß nie, was ich am Ende der Veranstaltung verkauft haben werde“, sagt Martin Zeh. „Aber gerade das macht es ja interessant.“ Seit rund zehn Jahren ist der 57-Jährige zuverlässig als Anbieter auf der Ostthüringer Sammelbörse zu finden, füllt seinen Verkaufstisch mit allerlei Schätzchen aus der Heimat. Im Hauptberuf, sagt der Meuselwitzer, führe er eine Firma für Garten- und Landschaftsbau, aber manchmal werde er gebeten, bei Haushaltsauflösungen mitzuhelfen. „Da kommt so einiges zusammen, was für den Wohnungsbesitzer mal einen Wert hatte und was auf der Börse früher oder später einen neuen Liebhaber findet.“

Von Jahr zu Jahr ein bisschen größer

Die Sammelbörse im Rositzer Kulturhaus ist in einschlägigen Kreisen längst etabliert. In einer Fachzeitschrift steht die jährliche Veranstaltung in einer Reihe mit Börsen in München, Berlin, Prag und Paris. Immer am 1. Mai steht sie im Kalender – diesmal war’s schon die 14. „Und von Mal zu Mal wird’s ein bisschen größer“, stellt Steffen Stange, Rositzer Bürgermeister und Mitglied im veranstaltenden Rositzer Heimatverein, zufrieden fest. 485 Besucher schauten sich am Dienstag bei 69 Ausstellern um. Ein neuer Rekord.

Marken und Münzen sind der Renner

Die Hauptsammelgebiete: Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten. Im Eingangsbereich der Kulturhalle boten zudem Kinder ihre Spiele an. Aber auch Mineralien und Fossilien nahmen Platz ein auf den langen Tischen. Etwa bei André Späte aus Kayna. Der 42-Jährige aus dem anhaltischen Ort kurz hinter der Landesgrenze ist seit 20 Jahren mit Brecheisen, Vorschlaghammer und Genehmigung in Steinbrüchen der Fränkischen Schweiz unterwegs, kommt oft zum Beispiel mit Ammoniten wieder, die in großer Zahl in Kalkgesteinsschichten zu finden sind. André Späte kann darüber viel erzählen – die Börsen-Besucher am Dienstag hörten ihm gerne zu. Und hatten auch eigene Fundstücke dabei, um sie von ihm bestimmen zu lassen. „Es geht ja hier nicht nur ums Verkaufen, sondern auch um nette Gespräche und Kontakte“, merkt der Kaynaer an.

So auch bei Martin Zeh. Viele Bekannte hat er am Dienstag wiedergetroffen. Verkauft hat er unter anderem Heimathefte aus Meuselwitz und Altenburg. Die Jubiläums-Biergläser zu 575 Jahren Mumsdorf von 1988 und zum tausendjährigen Altenburg sind stehengeblieben. Die bringt er nächstes Jahr wieder mit.

Von Kay Würker

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