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Mit Juri Tetzlaff in unbekannte musikalische Galaxien

Familienkonzert Mit Juri Tetzlaff in unbekannte musikalische Galaxien

In fremde Galaxien hat das Landestheater am Sonntag seine jüngsten Zuschauer entführt. Im Familienkonzert mit KiKa-Moderator Juri Tetzlaff erklangen Weltraum-Musiktitel namhafter Komponisten. Ein tolles Konzert, das von den Mädchen und Jungen begeistert beklascht wurde – allerdings lag die Zahl der Gäste deutlich unter den Erwartungen.

Juri Tetzlaff zog als Moderator in einem „Star Wars“ nachempfundenen Kostüm die Zuschauer in seinen Bann.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Nicht jeder muss klassische Musik mögen, aber jeder sollte die Chance zum Kennenlernen so zeitig wie möglich bekommen. Wenn jemand erzählt und dazu die entsprechende Musik spielt, kann man mit offenen Augen träumen. Dieses ist vor allem für Kinder sehr wichtig und sollte so zeitig wie möglich geübt werden.

Das hiesige Theater schafft dafür die Möglichkeit mit seinen zahlreichen Schülerkonzerten und zweimal in einer Spielzeit auch für die noch jüngeren mit den Familienkonzerten. Das jüngste davon fand am Sonntagnachmittag statt und entführte alle Kleinen und Großen musikalisch ins Weltall. Dieses mit Klängen auszufüllen oder es musikalisch hörbar zu machen, war schon immer ein Anreiz für Komponisten.

Für jede musikalische Reise bedarf es eines Begleiters und Erläuterers. Diese Aufgabe übernimmt nun seit Jahren der Schauspieler und Moderator Juri Tetzlaff, bekannt vom Kinderkanal des MDR. In wie viele Rollen er dabei schon geschlüpft ist!? Diesmal ließ er sich ganz in Weiß kleiden und erschien dem Publikum als Astronaut, der die Aufgabe hatte, die entführte Prinzessin Laura vom Planeten Mars zu retten. Da dies nur mit der Macht der Musik möglich ist, hat er dafür das Philharmonische Orchester mit seinem Dirigenten Takahiro Nagasaki engagiert und es mitten im Weltraum auf der als solches wunderbar gestalteten Bühne platziert.

Der Dirigent musste auch als Fiesling Darth Vader fungieren und sich mit der Stellvertretenden 1. Konzertmeisterin Annegret Knoop Fechtduelle liefern, die alle – wenn auch oft nach langem Kampf – siegreich für die Bogenschwingende und nicht für den Taktstockschwingenden endete. Ein ganz vorn postierter Bildschirm lieferte ergänzende Bilder aus dem Weltenraum und zeigte auch die um Hilfe rufende Prinzessin Laura (Laura Knoll) vom roten Planeten Mars. Ganz allein reichte die Macht der Musik nicht aus für das erfolgreiche Weltraumunternehmen. Viele Aktivitäten der kleinen Erdenbewohner waren notwendig, damit die Prinzessin, auch ganz in Weiß, letztendlich neben Juri Tetzlaff auf der Bühne stehen konnte.

Und dann natürlich die Musik! Das Konzert begann mit dem Auftakt der Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss frei nach Friedrich Nietzsche, dem zum Standard gewordenen Einstieg in Weltraummusik. Die den Sonnenaufgang symbolisierende Musik steigt aus schweren Kontrabass-Tönen unterstützt von großer Trommel mit einem Trompetenmotiv auf zur vollen Klangentfaltung des Orchesters, dem sich kein Zuhörer entziehen kann, weil auch fulminant vom Orchester gespielt.

Prinzessin Laura wurde auf den Mars entführt. Bilder zeigten den roten Planeten. Dazu erklang Musik des englischen Komponisten Gustav Holst, 1912 bis 1914 komponiert, der in seiner Suite „Die Planeten“ das Charakteristische jedes dieser Gestirne musikalisch hervorhebt. Beim Mars hat er die negativen Eigenschaften, besonders das Kriegerische gewählt, und in einem marschähnlichen Rhythmus Ausdruck verliehen.

Bei Weltraummusik kommt man an den „Star Wars“-Episoden und an deren Filmmusiken von John Williams nicht vorbei. Das ist symphonische Filmmusik, die zu der bisher besten in der Filmgeschichte gehört. Dieses Kult-Epos ist eigentlich eine Weltraumoper und nimmt in diesem Familienkonzert den Hauptteil ein. Unter Takahiro Nagasakis Leitung gelingt vor allem die martialisch geprägte Filmpartitur zu „Yoda’s theme“ aus Star War V ausgezeichnet.

Die jungen Zuhörer klatschten begeistert und lange Beifall. Ein Beweis, dass auch solche pädagogisch geprägten Konzerte in dem Spielplan des Theaters nicht fehlen dürfen. Insofern war es fast unverständlich, dass das Besuch dieses tollen Konzerts nur als mäßig bezeichnet werden kann. Vielleicht lag es ja am schönen Wetter, das nicht zum Theaterbesuch in Familie verleitete.

Von Manfred Hainich

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