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Mit Kinderaugen gesehen / Neuer Stadtführer von und für kleine Altenburger

Mit Kinderaugen gesehen / Neuer Stadtführer von und für kleine Altenburger

Der Altenburger Geschichtsverein (AGV) hat erstmals einen kostenlosen Stadtführer von und für Kinder herausgebracht. Die darin enthaltenen Zeichnungen und Fotos, die die Skatstadt aus einer ganz eigenen Perspektive zeigen, sind außerdem derzeit in einer Ausstellung in der Sparkasse zu sehen.

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Jasmin, Ole, Lea, Lukas und Oskar (von links) aus der Kindertageseinrichtung Spatzennest zeigen stolz den Kinderstadtführer.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Patricia Liebling

Liebevoll gezeichnete bunte Bilder zieren die Ausstellungswände in der Sparkassen-Filiale an der Wettinerstraße und im Stadtführer gleichermaßen. Skatbrunnen, Schloss, Lindenau-Museum und Inselzoo haben ebenso ihren Platz gefunden wie das Haus der geliebten Oma. Ob Wasserfarben, Wachs, buntes Papier oder ein Foto - die Technik blieb jedem Kind selbst überlassen.

Die Idee zu diesem Stadtführer hatte der Vorsitzende des Altenburger Geschichtsvereins, Wolfgang Böhm. Der ehemalige Lehrer hat zusammen mit Gerda Berthold, ebenfalls Mitglied im AGV, schon viele Stadtführungen für die kleinen Leute gemacht, unter anderem für Mädchen und Jungen aus den Altenburger Kindertagesstätten Mischka, Bärenstark, Pusteblume und Spatzennest sowie die vierte Klasse der Wieratalschule aus Langenleuba-Niederhain. "Die Logik der Kinder ist einfach eine andere. Sie richten ihre Blicke auf Dinge, die Erwachsene sonst übersehen, erleben die Führung viel intensiver", so Wolfgang Böhm.

Diese Stadtführungen unterschieden sich daher deutlich von den Rundgängen für Erwachsene. "Es wurden keine Namen oder Zahlen genannt. Das Objekt wurde nur in seiner Funktion beschrieben", erklärte Böhm. Aber auch andere Faktoren spielten ein Rolle. "Kurze Beine bedeuten kurze Wege. Die Standorte mussten genau ausgewählt werden. Wichtig war auch, dass die Orte für Kinder erlebbar sind, ein Bezug zu ihrem Lebensalltag besteht. Der Kunstturm und die Stadtmauer eigneten sich dafür sehr gut."

Danach sind die Kleinen gern der Bitte nachgekommen, das Erlebte in Bildern und Fotos festzuhalten. Und diese haben dem Verein so gefallen, dass er daraus mehr machen wollte. Umgesetzt wurde die Idee zu diesem ungewöhnlich Stadtführer mit Hilfe der einzelnen Kindergärten sowie der Stadtverwaltung Altenburg und der Sparkasse Altenburger Land. Letztere haben sich an der Finanzierung des Stadtführers beteiligt, der nun in einer Auflage von 1000 Exemplaren erschienen ist. Für den Anfang erhielten die Kindertagesstätten von Böhm einige Exemplare, mittlerweile ist er für alle Interessierten zu bekommen.

Bei genauerem Betrachten des Stadtführers wird deutlich, wie anders Kinder die Stadt sehen. In chronologischer Reihenfolge schlängelt sich eine Straße entlang des Theaters, vorbei am Kaffeehaus und der Bartholomäikirche. Auf einer weiteren Doppelseite führt ein Weg vorbei an den Roten Spitzen, der Schwimmhalle und dem Inselzoo. Dazwischen grüne Wiesen und der Große Teich.

Den Kindern haben aber nicht nur diese Stadtführungen gefallen. Auch die Ausstellung begeisterte sie. Aufmerksam folgten sie bei der Eröffnung den Ausführungen von Wolfgang Böhm, der das Erlebte noch einmal zusammenfasste. Aufgeregt betrachteten sie die Diashow, die Fotos von der Stadtführung präsentierte: "Das bin ich im Kindergarten. Das haben wir gemalt." Stolz, ihr eigenes Bild entdeckt zu haben, liefen die Kleinen zu den Ausstellungwänden. "Ich habe einen Polizisten, ein Verkehrsschild und ein Polizeiauto gemalt", sagte beispielsweise Oskar stolz. "Heute Nachmittag zeige ich meiner Mama mein Bild", erzählte der Kleine aus der Kindertageseinrichtung Spatzennest.

Genau darauf hofft auch der Initiator. "Es ist wichtig, dass die Kinder die Stadtführer ihren Eltern zeigen und sie anregen, mit ihnen Altenburg ganz neu kennenzulernen", sagte der Vereinsvorsitzende. Das Projekt ist übrigens noch nicht abgeschlossen. Wer nach einer Stadterkundung ein Bild malen oder gestalten möchte, kann es gern an den Altenburger Geschichtsverein schicken.Und auch weitere Spenden sind willkommen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Februar zu sehen. Die Kinderstadtführer sind kostenlos bei der Altenburger Tourismus-Information, in den Kindertageseinrichtungen und in der Geschäftsstelle des AGV, Steinweg 12/13, erhältlich.

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