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Mit Nightfever bricht das Tanzfieber aus

Mit Nightfever bricht das Tanzfieber aus

Wenn sogar die Band auf den Tischen hüpft, der Agnesgarten sich in eine große Tanzfläche verwandelt und eine glitzernd-leuchtende Zahnspange zum modischen Gesangsaccessoire wird, kann das nur eins heißen: Es ist wieder OVZ-Pressefest.

Altenburg.

Vorgestern brach im Altenburger Agnesgarten das Tanzfieber aus, und die meisten der 700 Gäste hielt es am Ende nicht mehr ruhig auf ihren Plätzen. Kein Wunder also, dass die fünf Musiker von Nightfever laut in ihre Mikrofone riefen: "Es geht ja voll ab hier!"

 

Daran hatte die Leipziger Band aber auch gehörigen Anteil. Kaum standen sie auf der Bühne, da wurde ihre Ankündigung bereits wahr: Diese Band bringt die Beine zum Wackeln. Mit Hits wie "Relight my fire", "Twist and shout" und "Mamma Mia" heizten sie im wunderbaren Ambiente des Schlosses den Besuchern ein. Schon bei den ersten Klängen wurde getwistet, fröhlich mitgesungen oder der klassische Diskofox hingelegt. Auch wenn mancher Gast zwischendurch eine kleine Pause vom Tanzen brauchte, die Stimmung ließ ab diesem Moment nicht mehr nach. Ein Ohrwurm reihte sich an den anderen, auf Abba folgte Paul Young, auf die Humphries Singers ein Song der Rolling Stones.

 

Sängerin Dörte Simon und ihre vier Kollegen verbreiteten mit strahlendem Lachen, neckischen Flirt-Versuchen und professioneller Cover-Show gute Laune. Da gab es Parts zum Mitsingen, gemeinsames Klatschen und natürlich viele Klänge der 60er- bis 80er-Jahre. Schnell reichte der Platz auf der Fläche vor der Bühne nicht mehr aus, wurde auch zwischen den Bierzeltgarnituren über den Rasen gewirbelt. Oder eben die Musiker von dort aus hautnah ins Visier der Handykamera genommen: Denn Nightfever ließen es sich nicht nehmen, ins Publikum zu gehen und direkt in der Menge für Stimmung zu sorgen. Bei "Girls, girls, girls" schwangen sie ihre Hüften auf den Bänken, einen Hit später kam das beeindruckende Gitarrensolo direkt vom Tisch. "Einfach klasse", war deshalb nicht nur aus einem Mund zu hören.

 

Die erste Band des Abends, King Kreole, hatte es noch ein bisschen schwerer, die Leute zum Mitmachen zu bewegen. Denn die hatten es sich schon in den Stunden zuvor gemütlich gemacht. Die ersten Gäste waren wieder kurz nach 17 Uhr gekommen, um einen der begehrten Sitzplätze zu ergattern und gemeinsam mit Freunden und Bekannten in den angenehmen Sommerabend zu starten. Auch das gehört alljährlich zum OVZ-Pressefest: Man trifft alte Bekannte wieder, plauscht hier und dort und schwelgt gemeinsam in Erinnerungen.

 

Und da die Gespräche gerade so gut in Gang waren, musste King-Kreole-Frontfrau und Schlagzeugerin Kathrin Leblanc auch all ihren Charme einsetzen, damit der Funke übersprang. Theatralische Gesten, eine Spaß-Performance mit leuchtender Zahnspange und vor allem ihre einprägsame Art zu Singen waren notwendig, um Rock-n-Roll-Stimmung aufkommen zu lassen. Es dauerte zwar ein paar Lieder, aber spätestens als sie bekanntere Songs wie "I want Candy" und "Jailhouse Rock" anstimmte, hatte sie die Tanzgemeinde auf ihrer Seite.

 

Mittendrin im Gewühl: Ramona und Joachim Döhler. Die beiden Altenburger sprangen als erste auf die Tanzfläche. "Es ist genau meine Musik", meinte Joachim Döhler, lachte und verwies auf den kleinen Bestechungsversuch von Sängerin Kathrin Leblanc, die ihm danach zehn Euro zusteckte: "Aber nur in Form einer Serviette. Wir machen das eh freiwillig." Zum vierten Mal waren die beiden zum Pressefest in den Agnesgarten gekommen. Warum? "Uns gefällt die Musik", freute sich Ramona Döhler. "Und die Stimmung ist klasse."

 

Davon angesteckt machten Nightfever nicht wie angekündigt um Mitternacht Schluss, sondern erst eine halbe Stunde später.

Jenifer Hochhaus

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