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Altenburg Mockern und Ponitz: Wasserverband vergibt Aufträge für 1,7 Millionen Euro
Region Altenburg Mockern und Ponitz: Wasserverband vergibt Aufträge für 1,7 Millionen Euro
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17:29 05.04.2016
Neue Leitungen gibt es für Ponitz und Mockern. Quelle: Mario Jahn
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Wilchwitz

Zwei weitere Vorhaben aus dem umfangreichen Investitionsprogramm des Zweckverbandes Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) in diesem Jahr haben die Verbandsräte jetzt einstimmig vergeben. Start für beide Maßnahmen soll Mitte April sein.

Für mehr als 1,3 Millionen Euro bekommt die Ernst-Thälmann-Siedlung in Ponitz in den nächsten eineinhalb Jahren neue Trink- und Abwasserleitungen. „Weil es sich hier um eine komplexe Siedlungsstruktur handelt, kann die Baufirma nicht alle Straßen auf einmal aufreißen. Es muss Straßenzug um Straßenzug gebaut werden, um zu sichern, dass die Anwohner zu ihren Grundstücken kommen“, nannte Werkleiter Lars Merten den Grund für die relativ lange Bauzeit.

In die Erneuerung der Trinkwasserleitungen fließen 360 000 Euro. Verlegt werden insgesamt 1,9 Kilometer Wasserleitung. Damit einher geht die Schaffung von 85 neuen Hausausschlüssen. Wesentlich kostenintensiver sind die Vorhaben zur Erneuerung des Abwassersystems in der Siedlung. Hier sind Bauleistungen in Höhe von 950 000 Euro vergeben worden. „Für das Projekt gibt in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 475 000 Euro Fördermittel vom Land. Das ist mehr, als wir in der Kostenberechnung angesetzt haben“, betonte der Werkleiter. Neben 1,7 Kilometer Schmutzwasserkanal sind laut Merten auch 900 Meter Regenwasserkanal zu verlegen. Die getrennt vergebenen Aufträge bei Trink- und Abwasser sind an eine Firma aus Weimar gegangen.

„Mit diesem zweiten Bauabschnitt in Ponitz schaffen wir die Voraussetzungen, weitere 300 Einwohner an die Kläranlage Gößnitz anzuschließen“, sagte Merten. Im ersten Bauabschnitt war 2014 die Druckleitung von Ponitz nach Gößnitz geschaffen worden. Weil es 2014 keine Fördermittel vom Land gab, konnte der ZAL nicht nahtlos weiterbauen.

Ab 2018 seien zwei weitere Teilabschnitte in Ponitz angedacht. Wenn die abgeschlossen seien, könne dann der ganze Ort an die Kläranlage angeschlossen werden. Auf einen genauen Zeitpunkt wollte sich Merten allerdings nicht festlegen.

Das Vorhaben in der Ernst-Thälmann-Siedlung ist eine Gemeinschaftsmaßnahme von ZAL und Kommune, die ihren Part, den Straßenbau, in Eigenregie ausgeschrieben hatte.

Bei den Aufträgen, die für Arbeiten im Weidenweg in Mockern vergeben wurden, handelt es sich ein Vorhaben, bei dem die Kommune die Hochwasserschäden an der Straße, die 2013 entstanden waren, beseitigen will. „Da müssen wir als Zweckverband mitziehen“, sagte Merten, „denn Mockern ist in der Zukunft für einen zentralen Anschluss vorgesehen.“ Ob dafür ein eigenes Klärwerk gebaut oder der Ort ans Klärwerk in Primmelwitz angeschlossen werde, sei derzeit aber noch nicht entschieden.

Insgesamt liegen die Kosten für das Vorhaben im Weidenweg bei rund 430 000 Euro. Allein in die Erneuerung des Abwasserkanals fließen rund 380 000 Euro. Auf Fördermittel kann der ZAL bei diesem Projekt nicht zurückgreifen. Beide Aufträge, getrennt nach Wasser und Abwasser, gingen an eine Firma aus Schmölln. Die hat unter anderem 300 Meter Trink- und 900 Meter Abwasserleitung zu verlegen und zwölf Hausanschlüsse zu installieren.

Von Marlies Neumann

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