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Altenburg Modepark Röther ja oder nein Altenburgs OB will die Bürger entscheiden lassen
Region Altenburg Modepark Röther ja oder nein Altenburgs OB will die Bürger entscheiden lassen
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21:14 02.04.2012
Altenburg

Von Ellen Paul

Auf der Stadtratssitzung in der Vorwoche war bekannt geworden, dass der in der Innenstadt ansässige Modemarkt Adler im Falle der Neuansiedlung von Röther mit Rückzug droht (OVZ berichtete). Auch vom außerhalb der Stadtgrenzen in Oberlödla seit vielen Jahren agierenden Modemarkt Kress gibt es Protest, ebenso von den Eigentümern der Immobilie. Die Interessenvertretung der Altenburger Händlerschaft läuft schon seit langem Sturm gegen das Entstehen eines neuen Einkaufszentrums an der Peripherie.

"Ich bin bereit, die Altenburger Bürger zu befragen, ob sie mit dem vorhandenen Angebot in der Stadt zufrieden sind oder ob sie Handlungsbedarf für eine Verbesserung sehen", so der Oberbürgermeister in einer Pressemitteilung. Der SPD-Politiker will deshalb kurzfristig eine große Bürgerversammlung durchführen und allen Interessensvertretern ein Podium zum fairen Meinungsaustausch anbieten. "Ich habe vom Geschäftsführer Michael Röther die Zusage, dass er sich vor Ort der Diskussion stellt und erwarte dies vom Altenburger Werbegemeinschaftschef Gebhard Berger sowie den Vertretern von Adler und Kress gleichermaßen."

Die Entscheidung solle, so Wolf weiter, die Altenburger Bevölkerung und nicht eine einzelne Lobby treffen. Er werde sich dem Votum seiner Bürger selbstverständlich verpflichtet fühlen und das Ergebnis, wie auch immer es ausfällt, akzeptieren.

Das Bauleitplanverfahren soll bis zum Abschluss der Meinungsbildung ausgesetzt werden. Der OB erwartet, dass diese Zeit von den ansässigen Modeanbietern genutzt wird, "um in ihrer Angebotsstruktur nachzuweisen, dass sie die gleichen Produkte für die Altenburger Bevölkerung anbieten wie sie der Modepark Röther einführen würde". Wie die Bürgerbefragung technisch ablaufen soll, ist allerdings noch nicht entschieden, hieß es gestern auf Nachfrage.

Die Werbegemeinschaft reagierte erfreut auf die unverhoffte Offerte. "Wir begrüßen die plötzliche Bereitschaft von OB Michael Wolf, sich einem Dialog auf Augenhöhe anzuschließen", so deren Chef Gebhard Berger. Denn die Werbegemeinschaft und das Stadtforum hätten schon am 28. Februar in einem Schreiben an die Stadtverwaltung eine solche Podiumsdiskussion angeregt. Diese soll jedoch der Neutralität wegen von der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen organisiert und moderiert werden. "Ebenfalls aus Neutralitätsgründen in Bezug auf die Wahl ist als Termin der 14. Mai vorgesehen", informiert Berger.

Voraussetzung sei allerdings, die Ergebnisse der Auswirkungsanalyse für die Ansiedlung eines Textilmarktes endlich zu veröffentlichen, fordert der WG-Chef. Die bisherige Verfahrensweise sei einer Debatte leider nicht sehr förderlich gewesen. So sei das Einzelhandelskonzept für die Stadt Altenburg in der Schublade versenkt und bisher die Erlaubnis nicht erteilt worden, das Gutachten öffentlich von dessen Autoren vortragen zu lassen. Auch dürften die Stadträte nicht mehr nur "gefiltert" mit Informationen zu diesem Thema versorgt werden.

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