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Altenburg Möglicherweise Schimmelbefall auf Gemälden im Altenburger Lindenau-Museum
Region Altenburg Möglicherweise Schimmelbefall auf Gemälden im Altenburger Lindenau-Museum
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15:17 21.01.2016
Gemälde im Altenburger Lindenau-Museum sind womöglich von Schimmel befallen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Altenburg

Ein Teil der Gemäldesammlung im Lindenau-Museum Altenburg ist möglicherweise von Schimmel befallen. Untersuchungen von Restauratoren hätten bei 14 Prozent der im Depot gelagerten Leinwandgemälde einen „mikrobiellen Befall“ ergeben, sagte die stellvertretende Museumsleiterin Sabine Hofmann am Donnerstag. An einigen Gemälden seien Flecken auf der Leinwand erkennbar. Ob es sich dabei tatsächlich um Schimmel handele, müsse erst noch untersucht werden. Die Sammlung mittelalterlicher italienischer Malerei, für die das jährlich von 19.000 Menschen besuchte Museum bekannt ist, sei nicht betroffen.

Die „Thüringische Landeszeitung“ hatte am Donnerstag von Schimmelbefall berichtet. Das Lindenau-Museum kämpft seit langem mit unzulänglichen Lagerungsbedingungen in den Depots, das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Der Kreistag habe sich Ende 2014 für eine Generalsanierung des Hauses entschieden, sagte Hofmann. Im Februar soll zunächst mit der Sanierung des Daches begonnen werden, die Arbeiten kosten laut Landratsamt rund 600.000 Euro. Sie sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Der Landkreis Altenburger Land ist Träger des Museums, das insgesamt etwa 1000 Bilder im Bestand hat. Stark vertreten ist die deutsche Malerei mit Werken unter anderem von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Wolfgang Mattheuer und Neo Rauch.

Das Lindenau-Museum sorgt seit einigen Wochen für Diskussionen. Für Unmut hatte zuletzt die Entscheidung des Landkreises gesorgt, den Vertrag von Direktorin Julia M. Nauhaus nicht zu verlängern. Dies schlug sich auch im Kuratorium nieder, das über die Vergabe des renommierten Gerhard-Altenbourg-Preises entscheidet. Fünf Mitglieder des Gremiums traten unter anderem deswegen aus.

Von LVZ

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