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Altenburg Montagsgebet und Lichterspaziergang in Altenburg
Region Altenburg Montagsgebet und Lichterspaziergang in Altenburg
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10:25 03.11.2015
Pfarrer Reinhard Kwaschik (r.) und die Teilnehmer beim Lichterspaziergang.    Quelle: Foto:
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Altenburg

Rund dreißig Altenburger Bürger versammelten sich Montag Abend in der Brüderkirche zum ökumenischen Montagsgebet.

Viele Menschen seien angesichts der aktuellen Situation in Sorge, bemerkte Pfarrer Reinhard Kwaschik in seiner Eröffnungsansprache. „Sie fragen sich: Schaffen wir das?“ Gerade angesichts der großen Unsicherheit in Teilen der Bevölkerung wolle man gemeinsam für Nächstenliebe, Toleranz, Menschlichkeit und Aufgeschlossenheit beten. Das Volk solle ein Volk ohne Angst sein, so der Theologe.

Ein Beispiel für Nächstenliebe

Ein Beispiel dafür, dass man diese Angst vor dem Anderen und dem Unbekannten auch überwinden kann, hatte Mechthild Scrobanita parat. Die Schauspielerin am Altenburger Theater hatte den Bürgern „eine kleine Mutmacher-Geschichte“ mitgebracht. Sie erinnerte an das Leben und Wirken von Mutter Teresa. Diese habe stets einen großen Respekt vor dem Glauben der Menschen gezeigt – egal, wie unterschiedlich dieser auch gewesen sei. „Die Menschen waren berührt von der Einfühlsamkeit und Aufopferung, mit denen Mutter Theresa ihnen begegnet ist“, unterstrich die Schauspielerin.

Die Teilnehmer des Lichterspaziergangs vor der Brüderkirche Quelle: Mario Jahn

Vielfältige Sorgen

Dass die Sorgen der Menschen derzeit groß und vielfältig sind, wurde auch beim freien Gebet deutlich. Ein Bürger forderte Schutz für alle derzeit flüchtenden Menschen. Die Menschen in Deutschland sollten ihre Angst verlieren. Er erinnerte auch daran, dass viele Altenburger vor nicht allzu langer Zeit selbst auf der Flucht vor Repressalien waren. Besorgt über die Übergriffe auf Menschen und Unterkünfte, zeigte sich eine Bürgerin. Man müsse sich daran erinnern, dass Flüchtlinge auch Menschen seien. „Im Inneren sind wir alles gleiche Menschen, mit gleichen Gefühlen.“ Eine andere Teilnehmerin verwies auf die Wichtigkeit, den Dialog zwischen den Menschen nicht abreißen zu lassen. Man müsse das Gespräch suchen, um die Mauern in den Köpfen einzureißen.

Pfarrer Kwaschik forderte in seinem Gebet die Regierungen dazu auf, im Geiste der Menschlichkeit und Einheit gute Entscheidungen zu treffen. Man müsse „allen Ängstlichen die Angst nehmen.“

Im Anschluss zog die Gruppe in einem Lichterspaziergang mit Kerzen über den Markt zur Bartholomäikirche, wo Kwaschik die Versammlung nach einer kurzen Danksagung auflöste. Auch in der kommenden Woche soll wieder ein Montagsgebet stattfinden.

Von Bastian Fischer

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