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Motor geht an die Grenzen - Remis gegen Heiligenstadt

Motor geht an die Grenzen - Remis gegen Heiligenstadt

Die Verbandsliga-Kicker des SV Motor Altenburg bleiben in der Erfolgsspur. In Heiligenstadt musste die Truppe um Jens Wuttke und David Weiße auf schwerem, aber gut bespielbarem Rasen an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gehen, um beim 3:3 den verdienten Punkt zu sichern.

Erfolgreich waren für die Skatstädter Spielertrainer Wuttke mit zwei Kopfball-Toren vor der Pause und Toni Leutert per Freistoß.

 

Beim ersten Spiel auf Naturrasen in diesem Jahr war schnell klar: Darunter leidet der Spielfluss. Motor zeigte aber wenig Anpassungsschwierigkeiten und hatte schon nach sechs Minuten die erste Chance, als Thomas Rolle nach Eckball von Weiße am Fünf-Meter-Raum zweimal zum Schuss kam. Doch Torhüter und Abwehrspieler retteten mit vereinten Kräften. Dazu reichte es in der zwölften Minute nicht mehr. Leutert spielte einen Freistoß von der Mittellinie flach ans rechte Strafraumeck zu Larry Gentsch. Der drehte sich mit dem Ball am Fuß, flankte mit links in den Strafraum und Wuttke köpfte aus halblinker Position zum 0:1 ein.

 

Die Freude der Altenburger währte aber keine 120 Sekunden. Denn da zog Marc Werner im Sechzehner der Gäste ab und traf die Latten-Unterkante des Altenburger Tores. Den zurückspringenden Ball köpfte Soohoon Kim aus Nahdistanz zum Ausgleich ins lange Eck. Heiligenstadt blieb auch danach gefährlich. Vor allem über links schuf Kim ein ums andere Mal Gefahr vor dem Tor von René Eichelkraut. In der 21. Minute war der Altenburger Keeper erneut machtlos, als eine Ecke von rechts geschickt verlängert wurde und Lukas Weidemann aus kurzer Entfernung die Gastgeber in Führung brachte. Motor hatte nun einen schweren Stand, versuchte aber gegenzuhalten.

 

Als Toni Leutert nach einer halben Stunde einen Freistoß aus dem Mittelkreis hoch in den Strafraum des Tabellendritten schlug, stieg Wuttke erneut energisch nach oben, gewann das Kopfballduell und es stand 2:2. Kurz vor der Pause trat Weiße noch ohne gegnerische Einwirkung unglücklich in den Rasen, verletzte sich, kämpfte aber bis zur 90. Minute als vorbildlicher Kapitän für die Mannschaft weiter.

 

Nach dem Seitenwechsel spielte Motor weiter sein taktisch geprägtes Spiel, den Ball möglichst weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang erstaunlich gut, wenn auch die gefährlichen Angreifer der Gastgeber nicht ganz zu neutralisieren waren. Doch diese hatten meist Ladehemmung, denn mehr als einmal zogen sie frei vor Eichelkraut überhastet und ungenau ab. Als der Altenburger Torhüter in der 65. Minute nach einem Eckball schon geschlagen war, rettete Alex Enders auf der Torlinie.

 

Altenburg konnte sich nun fast nur noch über Marco Dennhardt entlasten. Der Stürmer rackert unermüdlich, lief jedem Ball hinterher und beschäftigte mehrere Abwehrspieler. Dies war auch nötig, da die nominellen Angreifer Larry Gentsch und Patrick Reichel mittlerweile in die Viererkette zurück mussten. Bei Ralf Sänger und Mathias Kröber ging es verletzungsbedingt nicht mehr. Noch 20 Minuten zu spielen mit Gentsch, Enders, Rolle und Reichel in der Abwehr - das war etwas für die Motor-Annalen.

 

Doch vorn wirbelte ja noch Dennhardt, der in der 77. Minute einen Abschlag von Eichelkraut so verarbeitete, dass er allein Richtung gegnerisches Tor lief. Doch wenige Zentimeter vor dem Strafraum wurde er von den Beinen geholt. Anstelle von sonst in solchen Szenen oft gesehenen unproduktiven Beschwerden beim Schiedsrichter wegen eines möglichen Platzverweises schnappte sich Leutert den Ball und nach kurzer Absprache mit Rolle flog das Spielgerät aus 16 Metern lehrbuchreif über die Mauer ins linke Dreiangel zum 3:2 für Motor.

 

Die Freude der Gäste konnte dann auch vom Ausgleich (82.) nicht mehr getrübt werden. Kim hatte nach Eckball im Nachschuss aus acht Metern sein zweites Tor an diesem Tag geschossen. Nun darf Motor am Sonntag (14.30 Uhr, Skatbank-Arena) gegen die Reserve des ZFC antreten. Das Hinspiel des Derbys gewann man aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit mit 3:1 -

 

Motor: Eichelkraut, Sänger (69. Vollak), Enders, Rolle, Kröber (70. Böckl), Wuttke, Leutert, Weiße, Gentsch, Reichel, Dennhardt.

Thomas Lahr

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