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Motor gerät in Schieflage

Motor gerät in Schieflage

Die Auflösung der zweiten Mannschaft geht auch an Motor Altenburgs Thüringenliga-Team nicht spurlos vorüber. Angesichts von nur elf Spielern, die am Sonntag beim BSV Eintracht Sondershausen ohne Trainer Mirko Hofmann aufliefen, fiel die Niederlage mit 2:5 (1:4) noch erträglich aus.

Altenburg/Sondershausen. Die Auflösung der zweiten Mannschaft geht auch an Motor Altenburgs Thüringenliga-Team nicht spurlos vorüber. Angesichts von nur elf Spielern, die am Sonntag beim BSV Eintracht Sondershausen ohne Trainer Mirko Hofmann aufliefen, fiel die Niederlage mit 2:5 (1:4) noch erträglich aus. Beim Blick auf die Bank jedenfalls musste man sich erst einmal die Augen reiben. Denn dort saßen nur Co-Trainer Holger Klenner und Betreuer Günter Grohmann. Da blieb ausschließlich Fassungslosigkeit zurück.

 

Dass das Ende des Landesklasse-Teams die gesamte Fußball-Abteilung in Schieflage bringt, liegt an einem einfachen Fakt: die dünne Spielerdecke beider Männer-Teams, die zum Teil auf dieselben Akteure zugreifen. Der Fakt, dass sich in den vergangenen Tagen nach OVZ-Informationen reihenweise Spieler beim Altenburger Traditionsverein abmeldeten, hat die Lage zusätzlich zugespitzt. Zwei davon, nämlich Marco Killemann und Robert Döring, haben beim SV Ehrenhain angeheuert - offenbar als Vertragsamateure, denn sonst wäre so kurzfristig kein Wechsel mehr möglich gewesen.

Ohne personelle Alternativen und mit einer entsprechend umgestellten Abwehr begann das Spiel in Sondershausen früh zu einem Desaster zu werden. Schon nach 120 Sekunden fiel das 1:0 für die Gastgeber. Keeper Jens Kolditz war zum Abwehrversuch aus seinem Kasten geeilt, von seinem Fuß kam der Ball auf die rechte Angriffsseite der Eintracht, wo Patrick Rothe einfach draufhielt. Man musste das Schlimmste befürchten. Doch Motors Rumpfelf rappelte sich auf. Der enorm agile Patrick Reichel über links und Marco Dennhardt im Zentrum beschäftigten die keineswegs sattelfeste Abwehr des Thüringer Vizemeisters. Und schon in der achten Minute landete ein präziser Ball aus dem rechten Mittelfeld im Strafraum der Gastgeber. Nachdem Dennhardt zu Fall kam, schaltete Reichel blitzschnell und schoss zum 1:1 ein.

Leider konnte Motor diesen Spielstand nur vier Minuten halten. Dann stand Torjäger Caspar am Strafraum der Altenburger völlig frei. Kolditz konnte zwar beim ersten Schussversuch noch abwehren, wurde dann aber ausgespielt. Beim schönsten Angriff der Gastgeber nach einer halben Stunde konnten die Altenburger nur zusehen, wie Florian Schrötter den Ball aus 16 Metern in den Winkel beförderte. Noch vor der Pause erzielte Sondershausen das 4:1 - ein Tor, das in dieser Form nur in einer solchen Situation fällt, in der sich Motor gegenwärtig befindet. Ein Heber aus großer Distanz sprang vor der Linie des Altenburger Tores auf und von dort an die Latte. Vom zurückspringenden Ball wurde Alex Enders überrascht, sodass der Sondershausener Bertram abstauben konnte.

Nach der Pause hatte Motor viel Ballbesitz, kontrollierte das Spiel und kombinierte gefällig. Aber allein dem Resultat von 4:1 war es geschuldet, dass die Gastgeber Altenburg gewähren ließen. So kam Dennhardt in seiner typischen Art mit kurzem, energischen Antritt im Strafraum und gelungenem Abschluss noch zum 2:4. Die Gastgeber legten letztlich nochmals nach, als sie über rechts drei Minuten vor dem Ende zielstrebig nach vorn spielten, sodass Patrick Rothe in der Mitte per Heber aus acht Metern zu seinem zweiten Treffer kam. Das 5:2 ging völlig in Ordnung. Motor Altenburg hat jetzt andere Probleme, als sich lange mit dieser Niederlage zu beschäftigen.

Dazu zählt unter anderem, eine spielfähige Mannschaft für die Partie im Landespokal bei Landesklassist Geratal (Sonntag, 14 Uhr) zusammenzubekommen. Nachdem Motor-Präsident Matthias Reichel seit Tagen abgetaucht und nicht erreichbar ist, Betreuer Günter Grohmann sein Heil offenbar im Aussitzen sucht, übernehmen die Routiniers Jens Wuttke und René Eichelkraut nun diese Aufgabe.

 

Kolditz, Eichelkraut, Wuttke, Enders, Seidel, Leutert, Rolle, Böckl, Weiße, Reichel, Dennhardt.

Thomas Haegeler/Thomas Lahr

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