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Motor gewinnt Sechs-Punkt-Spiel

Motor gewinnt Sechs-Punkt-Spiel

BSV Eintracht Sondershausen - SV Motor Altenburg 2:3 (1:3). Was Motor in 93 Minuten bot, verdiente das Prädikat "Extraklasse". Es fällt schwer, aus einer geschlossenen Mannschaft, die sich ein Gesamtlob verdiente, an diesem grandiosen Tag einzelne Spieler hervorzuheben.

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Doppeltorschütze Jens Wuttke (M.) und die Motor-Spieler klatschen mit den nach Sondershausen gereisten Fans ab.

Quelle: Wolfgang Wukasch

Was Motor in 93 Minuten bot, verdiente das Prädikat "Extraklasse". Es fällt schwer, aus einer geschlossenen Mannschaft, die sich ein Gesamtlob verdiente, an diesem grandiosen Tag einzelne Spieler hervorzuheben. Dennoch zeigten einige Beispiele die Moral, die in dieser Truppe steckt.

 

Da verletzte sich ein Kai Müller am Donnerstag im Training unglücklich am Knöchel, opferte den ganzen Freitag zum Auskurieren, wollte unbedingt dabeisein, um der Mannschaft zu helfen. Dann läuft ein Thomas Rolle in Bestform pausenlos in vollem Tempo und mit Ball am Fuß auf und ab, dass man als Altenburger seine helle Freude hatte. Nebenbei meldete er Eintracht-Spielmacher Axel Duft ab. Der hatte noch vor Jahresfrist beim 4:2 gegen Motor entscheidend die Fäden gezogen. Schließlich beschäftigte ein oft gescholtener Patrick Daniel als einzige Sturmspitze bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung permanent die Abwehr der Gastgeber und trat eiskalt als Torschütze in Erscheinung.

Vom Anpfiff weg wollten die Gastgeber das Zepter in ihre Hand nehmen. Dies gelang ihnen in Form einer optischen Feldüberlegenheit. Doch Motor stand gut. So wurden die Räume klug verengt, Eintracht kam nur selten zu Chancen. Ein Freistoß von Duft aus 20 Metern auf die Latte des Altenburger Tores brachte die größte Gefahr. Das 1:0 für die Gastgeber in der 17. Minute durch Torjäger Sebastian Caspar entsprang einem weiten Flugball in den Motor-Strafraum, der per Kopf nicht konsequent genug abgewehrt werden konnte und so dem Torschützen vor die Füße fiel.

Doch Motor ließ sich nicht von seiner Linie des schnellen und direkten Spiels nach vorn abbringen. Erster Lohn war der Ausgleichstreffer in der 25. Minute. Patrick Reichel zog den dritten Eckball von rechts vors Tor. Im Gewühl am Fünf-Meter-Raum stand Jens Wuttke goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Schon fünf Minuten später legte David Weiße den Ball mustergültig auf halbrechts in den Strafraum, wo Daniel startete, kurz aufschaute und flach und scharf ins lange Eck vollstreckte. Fast mit dem Halbzeitpfiff gab es erneut Ecke für Motor, diesmal von links. Weiße schlug den Ball nach innen, Reichel verlängerte per Kopf, und am langen Pfosten stand wieder Jens Wuttke in Vollstrecker-Manier und schob zum beruhigenden, vorentscheidenden 1:3 ein.

Nach dem Wechsel spielte Motor weiter hochkonzentriert, blieb bei Kontern - meist von Maik Wegner abgeschlossen - stets gefährlich. Doch mit dem Anschlusstor in der 71. Minute, vom gerade eingewechselten Gerry Kuchmann per Kopf erzielt, wurde es noch einmal spannend. Motor hatte erneut Glück, als sich zwei Angreifer des Gastgebers frei vorm Tor gegenseitig am Einschuss hinderten.

Der Schlusspfiff ging im Jubel der Altenburger unter. Alle freuen sich nun auf den FC Carl Zeiss Jena, der am 12. November (14 Uhr) in der Skatbank-Arena gastiert. Das degradierte den Fakt, dass Motor für den Sieg in Sondershausen auch noch drei Punkte in der Thüringenliga bekommt, zum Nebenschauplatz. Denn die Partie war mit Genehmigung des Gastgebers wie des Thüringer Fußball-Verbandes Punkt- und Pokalspiel zugleich.

 

Kolditz, Kröber (71. Seidel), Wuttke, Müller, Böhme, Leutert, Rolle, Dennhardt, Reichel, Weiße, Daniel (56. Wegner).

 

 

-Standpunkt Seite 13

Thomas Lahr

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