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Murmeltische und Streifenspiegel machen Altenburgs Markt zum Spielplatz

OB Michael Wolf verspricht: Murmeltische und Streifenspiegel machen Altenburgs Markt zum Spielplatz

Mit insgesamt sechs originellen, vor allem visuellen Spielgeräten wie die Stadtverwaltung den Altenburger Markt aufpeppen. OB Murmeltische, Pirouette, Prismensäule oder Streifenspiegel – sie alle sollen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Mindestens drei sollen noch in diesem Jahr aufgestellt werden.

Ein Wassersprudel kann viel Spaß machen.

Quelle: Ronny Seifarth

Altenburg. Wissen Sie, was eine Pirouette, eine Prismensäule oder ein Streifenspiegel ist? Wenn nicht, dann können Sie es alsbald in Altenburg erfahren – und zwar bei einem Spaziergang über den Marktplatz. Am Besten sollten Sie noch Ihre Kinder im Schlepptau haben, denn es sind originelle Spielgeräte, die Ende dieses sowie Anfang nächsten Jahres aufgestellt werden und die Verweilqualität in der Innenstadt verbessern sollen.

Damit erfüllt Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) eine weitere Aufgabe aus seinem eigenen Fünf-Punkte-Programm, das er zu Jahresbeginn aufgelegt hatte und dem der Stadtrat zustimmte. Ursache für das Einschreiten des Stadtoberhaupts war das fortschreitende Ladensterben in der Innenstadt (die OVZ berichtete), dem damit zumindest Einhalt geboten werden sollte.

„Mittlerweile haben wir schon viel davon umgesetzt, beispielsweise die Schaffung neuer Parkplätze, eine neue Verkehrsführung und die Veränderung der Fußgängerzone“, so Wolf am Donnerstag gegenüber der Presse. Und alles sei trotz zahlreicher Unkenrufe im Vorfeld problemlos vonstatten gegangen, freute er sich. Grund genug also, nun den nächsten Punkt in Angriff zu nehmen. Als erstes informierte der OB den Bauausschuss des Stadtrates in dessen jüngster Sitzung darüber, dass noch in diesem Jahr vier Spielgeräte aufgestellt werden sollen. „Es sind vor allem sogenannte visuelle Spielgeräte, da wir natürlich keinen Sandkasten dorthin stellen können.“

Mit Fachleuten aus der Verwaltung wurde vor Ort geprüft, welche Standorte sich dafür eignen. Auch die Geräte selbst mussten gewissen Kriterien genügen, heißt es. Wichtig war, dass sie leicht zu installieren sind, das Pflaster nicht beschädigen und dass Wochenmärkte und andere Veranstaltungen nicht beeinträchtigt werden. Die Standorte befinden sich allesamt in der großen Fußgängerzone zwischen Weibermarkt und Sporenstraße.

So ist vorgesehen, auf der unteren Marktseite eine sogenannte Pirouette, in die sich ein Kind hineinstellen und um die eigene Achse drehen kann, und weitere Drehstühlen aufzustellen. Zwischen der Drogerie Müller und dem Ratskeller soll es einen Streifenspiegel geben, mit dem man sich und sein Gegenüber teilen und zu einer Person verschmelzen kann. Lustig sei das, so der OB. Geplant sind auf der oberen Markthälfte außerdem eine Prismensäule sowie ein Schattenspiel.

Die ersten vier Spielgeräte kosten rund 30 000 Euro, die Finanzierung erfolgt mit Mitteln aus der Infrastrukturpauschale. Zwei weitere sollen im kommenden Jahr folgen – ein Dreizeitenpendel mit Murmeltischen und ein Wasserstrudel. Wann genau, stand am Donnerstag noch nicht fest. „Dieser Wasserstrudel könnte zugleich der Auftakt für ein größeres Wasserspiel sein. Dahin geht aktuell nämlich die Tendenz“, so Wolf. Die Debatte darüber, ob auf den Altenburger Markt nun ein Brunnen oder eben ein Wasserspiel kommen soll, werde auf jeden Fall im nächsten Jahr ganz intensiv geführt. Am Ende muss in dem Fall dann aber der Stadtrat und nicht der OB befinden.

Die Entscheidung über die Aufstellung der Spielgeräte indes fiel in seinen Kompetenzbereich. Deshalb war es nicht erforderlich, dass die Mitglieder des Bauausschusses darüber abstimmen. Dennoch wollte Wolf sie informieren und nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Nicht alle seien von den Vorschlägen begeistert gewesen, bekannte Wolf. Manch einer fragte, was denn die Einzelhändler davon hätten. Wolf hielt eigenen Aussagen zufolge dagegen, dass dies nicht der Maßstab aller Überlegungen sein könne. Es gehe einfach um die Aufenthaltsqualität. Wenn längeres Verweilen auch dazu führe, dass mehr Geld ausgegeben wird, sei das ein positiver Nebeneffekt. „Am Ende aber überwog klar die Zustimmung“, freute er sich. Nicht weiter lange überlegen, einfach machen, sei die Devise gewesen.

Die Spielgeräte sollen nun beschränkt ausgeschrieben werden.

Von Ellen Paul

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