Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Murmeltische und Streifenspiegel machen Altenburgs Markt zum Spielplatz
Region Altenburg Murmeltische und Streifenspiegel machen Altenburgs Markt zum Spielplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:20 15.09.2016
Das Dreizeitenpendel mit Murmeltischen soll im nächsten Jahr zum Spielen auf dem Markt verführen. Quelle: Ronny Seifarth
Anzeige
Altenburg

Wissen Sie, was eine Pirouette, eine Prismensäule oder ein Streifenspiegel ist? Wenn nicht, dann können Sie es alsbald in Altenburg erfahren – und zwar bei einem Spaziergang über den Marktplatz. Am Besten sollten Sie noch Ihre Kinder im Schlepptau haben, denn es sind originelle Spielgeräte, die Ende dieses sowie Anfang nächsten Jahres aufgestellt werden und die Verweilqualität in der Innenstadt verbessern sollen.

Damit erfüllt Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) eine weitere Aufgabe aus seinem eigenen Fünf-Punkte-Programm, das er zu Jahresbeginn aufgelegt hatte und dem der Stadtrat zustimmte. Ursache für das Einschreiten des Stadtoberhaupts war das fortschreitende Ladensterben in der Innenstadt (die OVZ berichtete), dem damit zumindest Einhalt geboten werden sollte.

„Mittlerweile haben wir schon viel davon umgesetzt, beispielsweise die Schaffung neuer Parkplätze, eine neue Verkehrsführung und die Veränderung der Fußgängerzone“, so Wolf am Donnerstag gegenüber der Presse. Und alles sei trotz zahlreicher Unkenrufe im Vorfeld problemlos vonstatten gegangen, freute er sich. Grund genug also, nun den nächsten Punkt in Angriff zu nehmen. Als erstes informierte der OB den Bauausschuss des Stadtrates in dessen jüngster Sitzung darüber, dass noch in diesem Jahr vier Spielgeräte aufgestellt werden sollen. „Es sind vor allem sogenannte visuelle Spielgeräte, da wir natürlich keinen Sandkasten dorthin stellen können.“

Mit Fachleuten aus der Verwaltung wurde vor Ort geprüft, welche Standorte sich dafür eignen. Auch die Geräte selbst mussten gewissen Kriterien genügen, heißt es. Wichtig war, dass sie leicht zu installieren sind, das Pflaster nicht beschädigen und dass Wochenmärkte und andere Veranstaltungen nicht beeinträchtigt werden. Die Standorte befinden sich allesamt in der großen Fußgängerzone zwischen Weibermarkt und Sporenstraße.

So ist vorgesehen, auf der unteren Marktseite eine sogenannte Pirouette, in die sich ein Kind hineinstellen und um die eigene Achse drehen kann, und weitere Drehstühlen aufzustellen. Zwischen der Drogerie Müller und dem Ratskeller soll es einen Streifenspiegel geben, mit dem man sich und sein Gegenüber teilen und zu einer Person verschmelzen kann. Lustig sei das, so der OB. Geplant sind auf der oberen Markthälfte außerdem eine Prismensäule sowie ein Schattenspiel.

Die ersten vier Spielgeräte kosten rund 30 000 Euro, die Finanzierung erfolgt mit Mitteln aus der Infrastrukturpauschale. Zwei weitere sollen im kommenden Jahr folgen – ein Dreizeitenpendel mit Murmeltischen und ein Wasserstrudel. Wann genau, stand am Donnerstag noch nicht fest. „Dieser Wasserstrudel könnte zugleich der Auftakt für ein größeres Wasserspiel sein. Dahin geht aktuell nämlich die Tendenz“, so Wolf. Die Debatte darüber, ob auf den Altenburger Markt nun ein Brunnen oder eben ein Wasserspiel kommen soll, werde auf jeden Fall im nächsten Jahr ganz intensiv geführt. Am Ende muss in dem Fall dann aber der Stadtrat und nicht der OB befinden.

Die Entscheidung über die Aufstellung der Spielgeräte indes fiel in seinen Kompetenzbereich. Deshalb war es nicht erforderlich, dass die Mitglieder des Bauausschusses darüber abstimmen. Dennoch wollte Wolf sie informieren und nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Nicht alle seien von den Vorschlägen begeistert gewesen, bekannte Wolf. Manch einer fragte, was denn die Einzelhändler davon hätten. Wolf hielt eigenen Aussagen zufolge dagegen, dass dies nicht der Maßstab aller Überlegungen sein könne. Es gehe einfach um die Aufenthaltsqualität. Wenn längeres Verweilen auch dazu führe, dass mehr Geld ausgegeben wird, sei das ein positiver Nebeneffekt. „Am Ende aber überwog klar die Zustimmung“, freute er sich. Nicht weiter lange überlegen, einfach machen, sei die Devise gewesen.

Die Spielgeräte sollen nun beschränkt ausgeschrieben werden.

Von Ellen Paul

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gleich drei runde Zahlen galt es im Altenburger Freundeskreises Goethe zu würdigen. Erstens das 30-jährige Bestehen desselben, zweitens die Wiederbegegnung mit einem Teil hiesiger Theatergeschichte nach ebenfalls 30 Jahren und drittens den 70. Geburtstag von Karin Kundt-Petters. Sie hatte 1986 in Altenburg Theater-Geschichte geschrieben.

15.09.2016

Unbekannte Täter haben vom Dienstag zum Mittwoch aus dem Schmöllner Photovoltaikpark 125 Solarmodule gestohlen. Das teilte die Polizei mit. Es entstand „erheblicher Sach- und Beuteschaden“.

16.09.2016

Jürgen Hauskeller vom Altenburger Verein „Hilfe für Menschen im Kongo“ und der Kreisfeuerwehrwart des Altenburger Landes, Stephan Penndorf aus Starkenberg, gehören zu den Finalisten des diesjährigen Ehrenamt-Preises. Noch bis 26. September kann jedermann per Online-Voting für sie stimmen. Sie sind in den Kategorien „Senioren“ und „Jugend“ aufgestellt.

14.09.2016
Anzeige