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Altenburg Musikalische Aus- und Einblicke zum Marstallkonzert
Region Altenburg Musikalische Aus- und Einblicke zum Marstallkonzert
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18:37 09.09.2018
Einen bunten Ausblick auf die kommende Spielzeit am Theater gab das Philharmonische Orchester zum Marstallkonzert. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg

Die Spielzeit 2018/19 von Theater&Philharmonie Thüringen begann, wie die Vorherige endete: mit umjubelten Konzerten, die sich inhaltlich sehr ähnlich waren und von den fast gleichen Protagonisten gestaltet wurden. Zwei Bauernhofkonzerte beschlossen die letzte Spielzeit und das Marstallkonzert am vergangenen Freitag bildete die Ouvertüre sowohl für den Tag des offenen Denkmals wie auch für die Spielzeit des Theaters insgesamt.

Rustikalität mit neuem Glanz

Natürlich waren die äußeren Bedingungen zwischen dem Open-Air-Bauernhofkonzert in Nöbdenitz zu Sommerbeginn und dem aktuellen im Marstall als Teil einer größeren Veranstaltung sehr unterschiedlich, wobei man der verschlissenen Rustikalität des Marstalles einen Glanz verlieh, der für die Spielzeit viel verspricht.

Das tat auch Thomas Wicklein, der sowohl als musikalischer Leiter des Konzertes wie auch als Moderator fungierte. Für ihn sind solche Konzerte auch immer Werbeveranstaltungen für das Theater vor zahlreichem Publikum.

Ausgeruhtes Orchester

Solch eine große Abendveranstaltung braucht indes immer einen flotten bis rasanten musikalischen Auftakt. Dafür gibt es Standardmusiken, die immer wieder aufgelegt werden. Nicht so bei Wicklein. Er ließ vom gut ausgeruhten, urlaubsatten Philharmonischen Orchester den Springtanz aus Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ spielen – und siehe da, einen besseren Start konnte man sich nicht vorstellen.

Und da er auch schon zukunftsorientiert auf den „Tag der Altenburger“ mit dem 200-jährigen Jubiläum des Altenburger Bauernreitens am 7. Oktober hinwies, bildete der von ihm ans Licht gebrachte und für Orchester bearbeitete gleichnamige Konzertgalopp des unbekannten Gustav Rudloff den Abschluss des redeintensiven offiziellen Teils des Abends. Und das wunderschöne Thema des Galopps ging während der Pause nicht aus dem Kopf.

Stimmtechnisch makellos

Die Sopranistin Miriam Zubieta gab mit ihrer Arie „Welche Wonne, welche Lust“ aus Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“, stimmtechnisch makellos gesungen, den musikalischen Auftakt und weckte mit „Ich bin die Christel von der Post“ aus dem „Vogelhändler“ frohe Erwartungen des Publikums auf ihre Postzustellungstätigkeit auf der Bühne des Landestheaters in drei Wochen. Der Tenor Timo Rößner gesellte sich mit „Grüß euch Gott alle miteinander“ zu ihr und warb mit einer gediegenen Stimme ebenfalls dafür.

Das tat Johannes Beck auch für die Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach, die später zu erleben sein wird, mit der „Spiegelarie“, wofür er seinen wohlklingenden Bariton einsetzte, mit dem er auch für Carl Millöckers „Dunkelrote Rosen“ warb.

Musikalische Collage

Claudia Müller offerierte dem Altenburger Publikum zwei bekannte Musicalnummern: John Kanders Titelsong aus „Cabaret“ und ihren Lieblingssong, den Abgesang aus dem Film „Titanic“ „My Heart Will Go On“. Sie überraschte mit einem zarten Lied von Clara Schumann aus einer musikalischen Collage, die Generalintendant Kay Kuntze über die Beziehungen zwischen Clara und Robert und zu ihrem Vater erarbeitet hat.

Es gab Beifall und mehrere Zugaben.

Von Manfred Hainich

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