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Altenburg Musikalisches Naturerlebnis
Region Altenburg Musikalisches Naturerlebnis
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20:54 15.07.2013

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Fast 300 Besucher kamen zum gemeinsamen Treffpunkt der Altenburger Garten- und Musikfreunde.

Die Freude über den Publikumszuspruch an diesem wunderschönen Sommerabend in dem gärtnerischen Kleinod war dem Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang Preuß, ins Gesicht geschrieben. In seinen Begrüßungsworten sagte er allen danke, die diese Veranstaltung vorbereitet und ermöglicht hatten: den Bürgerarbeitern, den Mitgliedern des Vorstandes, den Helfern des Vereins und Klaus Jäger, der ehrenamtlich das weit gefasste und bestuhlte Areal technisch so beschallte, dass von jedem Platz aus Sprache, Musik und Gesang in bestmöglicher Qualität zu hören waren. Die Verantwortlichen vergaßen angesichts der zahlreichen Besucher sicherlich schnell die verregnete Veranstaltung im vorigen Jahr.

Einziger kleiner Störfaktor waren dieses Mal ab und zu vorbeischwirrende Mücken, die mit ihrem disharmonischen Summen die Musik und den Gesang begleiteten. Das tat aber der Qualität keinerlei Abbruch, denn sowohl die chilenische Sängerin Carla Seder Infante als auch der Altenburger Pianist Torsten Kahle boten an diesem Abend musikalische Leckerbissen bester Gourmetgüte.

Torsten Kahle schuf mit seinen Pianosoli den musikalischen Rahmen schuf für diese schöne Veranstaltung. Da die Sängerin im ersten Teil südamerikanische Tangos und Boleros gab, war Kahles Interpretation des Liedes "Weine nicht um mich, Argentina" der Evita aus dem gleichnamigen Musical eine wunderbare Einstimmung in den musikalischen Abend. Kahles technische Fertigkeiten waren immer schon unstrittig. Hinzugekommen im Vergleich zu früheren Auftritten waren bei diesem Konzert eine stärkere Souveränität und tiefere Auslotung der Musik, was sich in dieser musikalischen Ballade wie auch in der Interpretation des Beatles-Oldies "Yesterday" mit vielen schönen Variationen zeigte.

Und wenn nach der von Richard Clayderman kreierten und von Torsten Kahle gespielten Ballade für Elise eine Besucherin befand, dass der Franzose diese auch nicht besser spiele als Kahle an diesem Abend, dann ist das beste Urteil über den hiesigen Pianisten gesprochen. Das war die Musik, die solch ein Abend brauchte. Unwillkürlich kam ein Ausspruch Händels ins Gedächtnis: "Es gibt für die Musik keine bessere Ergänzung als die Natur."

Und es gab keine bessere Ergänzung für diese Veranstaltung als die Mezzosopranistin Carla Seder Infante. Sie war schon einmal während des Altenburger Musikfestivals zu erleben und fesselte auch dieses Mal wieder mit ihrer gut ausgebildeten kräftigen Stimme und ihrer Fähigkeit, diese zu timbrieren. Sie machte ihre Stimme tief und schwer bei den südamerikanisch geprägten Liedern wie "Que sera, sera", einem Tango von Astor Piazzola, "Besame mucho" und den auf spanisch gesungenen Frank-Sinatra-Titel "My Way". Und klang swingend leicht bei Jazz-Standards und Liedern wie "Moon-River", "Somewhere over the Rainbow", "Killing me softly" oder "Summertime" aus der Oper "Porgy and Bess", das sie als swingende Jazzimprovisation gab.

Sie war in allen Lagen stark und sang ihre unterschiedlichen Titel mit künstlerischem Geschmack. Durch ihre natürliche Art, in der sie den Abend moderierte und mit dem Publikum sprach, gefiel sie allen. Ihren kongenialen Begleiter fand sie in Torsten Kahle.

Einen würdigen Abschluss gab es ebenfalls: Beim Nach-Hause-Gehen begleiteten Hunderte von Kerzen die Besucher auf dem Weg aus dem Botanischen Garten. Das erfüllte sicher alle mit Befriedigung und mit Dankbarkeit für diesen gelungenen Abend.

Manfred Hainich

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