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Altenburg Musikschule Altenburg feiert 25 Jahre in historischen Mauern
Region Altenburg Musikschule Altenburg feiert 25 Jahre in historischen Mauern
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05:02 25.09.2018
Freuen sich über das Jubiläum: Schulleiterin Gabriele Herrmann (hinten) und Lehrer Werner Osten (vorn). Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Viel zu feiern gibt es derzeit im Altenburger Schulteil der Musikschule des Kreises. Wenn am Mittwochabend die geladenen Gäste in das Gebäude in der Schmöllnschen Vorstadt strömen, gilt es, 25 Jahre Revue passieren zu lassen – so lange wird in dem geschichtsträchtigen Haus bereits der musikalische Nachwuchs der Skatstadt und der umliegenden Gemeinden ausgebildet.

Feste Sitzreihen behinderten Orchester

Dass man sein Domizil einst an dieser Stelle aufschlagen konnte, sei für die Schule ein echter Glücksfall gewesen, betont Schulleiterin Gabriele Herrmann im Gespräch. Denn ohne den Umzug wäre die Geschichte des Schulteils wohl anders verlaufen. „Vor dem Wechsel hatten wir in Altenburg kein eigenes Schulgebäude, sondern waren zum Teil im Friedrichgymnasium, zum Teil in der jetzigen Volkshochschule untergebracht“, blickt sie zurück.

Eine Situation, die alles andere als optimal für die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses war. Nicht nur gab es zu wenige Räume, die meisten seien auch akustisch nicht gerade optimal gewesen. Von der Einrichtung ganz zu schweigen, wie auch Lehrer Werner Osten betont. „Wir nutzten mitunter Räume mit festen Sitzreihen, was gerade für Orchesterproben denkbar ungeeignet ist.“ Zwar sei man insbesondere dem Gymnasium noch heute dankbar für die Unterstützung. Trotzdem war klar, dass für langfristig erfolgreiche Arbeit etwas Eigenes her musste.

Umfangreiche Arbeiten waren nötig, bis das Haus in der Schmöllnschen Vorstadt für die Musikschule nutzbar war. Quelle: Mario Jahn

Sanierung für 1,5 Millionen Mark

Die Lösung tat sich 1991 auf. Damals erwarb der Landkreis das denkmalgeschützte Gebäude mit der Hausnummer 9-11 – und sah sich viel Arbeit gegenüber, hatten doch die verschiedenen Nutzungen des Hauses, etwa als Entbindungsklinik und Kindergarten, ihre Spuren hinterlassen. „Teils waren Räume geteilt, teils Decken abgehangen“, zählt Gabriele Herrmann auf.

Auch die aufwendige Deckenbemalung war großflächig unter anderen Farbschichten verschwunden. Zwei Jahre wurde gearbeitet, insgesamt knapp 1,5 Millionen Mark investiert – am 26. September 1993 wurde die Musikschule schließlich mit einem festlichen Konzert eingeweiht.

Optimale Ausstattung für Musikschüler

Inzwischen ist das Haus optimal auf die Bedürfnisse der Schule abgestimmt. „Wir müssen uns mit niemandem absprechen, können die Räume entsprechend ausstatten“, freut sich Werner Osten. Der bessere Fußbodenbelag sorge für eine optimale Akustik, Räume, in denen traditionell lautere Instrumente wie Schlagzeug unterrichtet werden, ließen sich im Gegenzug leichter abdichten. „Und wo andere Schulen ein eigens eingerichtetes Chemiekabinett haben, haben wir einen speziellen Raum für die musikalische Früherziehung“, streicht Werner Osten die Vorteile schmunzelnd heraus.

Dass das sich in der Ausbildung auszahlt, weiß man auch im Landratsamt. Dort werden heute Nachmittag bereits 27 der leistungsstärksten und engagiertesten Schüler von Landrat Uwe Melzer offiziell geehrt.

Von Bastian Fischer

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