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Altenburg Nabu-Stiftung verbessert bei Treben Zufluss zu Haselbacher Teichen
Region Altenburg Nabu-Stiftung verbessert bei Treben Zufluss zu Haselbacher Teichen
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00:21 17.11.2017
Mit schwerem Gerät ist die Nabu-Stiftung derzeit bei Treben im Einsatz. Quelle: Mario Jahn
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Treben

Viel tut sich derzeit an der Flutmulde zwischen Treben und Plottendorf: Wo sonst in den wärmeren Monate Schafe grasen, rollen große Lkw und Bagger. Seit Oktober wird fleißig gebaut, und das gleich in zweierlei Hinsicht – für den Hochwasser- und den Naturschutz.

„Durch das Hochwasser von 2013 war der Graben, der den Zufluss für die Haselbacher Teiche sichert, erheblich sedimentiert“, erläutert Franziska Hermsdorf, zuständige Betreuerin des Projekts bei der Nabu-Stiftung, den Hintergrund der Maßnahme. Lediglich über ein unterirdisches Rohr sei noch kühles Nass geflossen. „Die Teiche brauchen verlässliche Wasserversorgung, als Naturschutzgebiet und auch für den Fischereibetrieb, der auf sächsischer Seite ansässig ist.“

Bisher, so Hermsdorf, konnte der Gerstenbach über ein Wehr angestaut werden, um so Wasser in Rohr und Graben zu drücken. Inzwischen ist – im Zuge der Baumaßnahmen – das Bauwerk verschwunden, eine Schwelle sorgt während der Arbeiten für den Zufluss zu den Teichen. Ein neues, gut 175 Meter langes Rohr soll künftig den Zufluss an die alte Leitung gewährleisten. „Auch der Graben wird beräumt und soll dann wieder dauerhaft Wasser führen“, erklärt Bauingenieur Stephan Deter, der die Ausführung des Projekts überwacht. Je nachdem, wie viel Wasser der Gerstenbach künftig führt, erfolgt der Zufluss in Richtung Teiche dann über die Rohrleitung oder den Graben.

Ein neuer Anstaupunkt wird in Form einer sogenannten rauen Rampe oberhalb der Flutmulde entstehen. „Damit wird gleichzeitig den im Bach lebenden Fischen die Wanderung ermöglicht“, erklärt Hermsdorf. Die Tiere können über die insgesamt sechs eingezogenen Riegel stufenweise nach oben schwimmen, um den Höhenunterschied auf einfache Weise zu überwinden. Durch den Rückbau des Wehres sei zudem auf über neun Kilometern die ökologische Durchlässigkeit des Gerstenbachs gesichert, freut sich Franziska Hermsdorf.

Befürchtungen, dass durch die Baumaßnahmen bei heftigen Niederschlägen das Hochwasserrisiko steige, kann sie indes zerstreuen. „Alles ist genau berechnet, zusätzliche Risiken gibt es nicht“, unterstreicht sie. Die Flutmulde, durch die das Wasser unter der Brücke hindurchgeleitet wird, behalte auch weiter ihre Funktion. Da nun das Wasser bereits oberhalb der Mulde angestaut werde, sei das Überflutungsrisiko womöglich sogar geringer, die Fläche insgesamt trockener und so auch besser für die Landwirtschaft nutzbar.

Rund 410 000 Euro fallen für das Projekt an, finanziert aus Mitteln der Ausbauhilfe von Bund und Ländern zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Noch vor Weihnachten soll das Projekt – passende und vor allem trockene Witterung vorausgesetzt – abgeschlossen sein. „Wir peilen den 21. oder 22. Dezember an“, informiert Hermsdorf. Dann ist ein weiterer Schritt zum Hochwasserschutz in der Pleißenaue getan.

Von Bastian Fischer

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