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Altenburg Nach 25 Problemen nun zwölf Ziele
Region Altenburg Nach 25 Problemen nun zwölf Ziele
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21:12 25.03.2014
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Die Grundlage dafür wurde bereits Ende vergangenen Jahres gelegt, als die Bürger via Internet und Zeitung aufgefordert wurden, ihre Meinung zu sagen. Pro Altenburg hatte dazu unter dem Motto "25 Probleme - 25 Lösungen" die ihrer Ansicht nach drängendsten Aufgaben aufgelistet.

Insgesamt haben sich 176 Bürger an der Umfrage beteiligt, 74 im Internet und 102 mit ausgefüllten Stimmzetteln. Dabei wurden nicht nur konkrete Anregungen gegeben, sondern auch neue Probleme aufgelistet. Für Pro-Altenburg-Chef Peter Müller ein "stolzes Ergebnis" angesichts der Tatsache, dass der Verein gerade mal zweieinhalb Jahre existiert. Aus den Zuschriften sind jetzt "Zwölf Ziele - von den Bürgern, für die Bürger" entstanden, die kürzlich auf der Mitgliederversammlung zur Nominierung der Stadtrats-Kandidaten (OVZ berichtete) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Ohne sie den einzelnen Punkten konkret zuzuordnen, sind einige sehr markante Forderungen und Ziele dabei. So will Pro Altenburg beispielsweise mehr Parkplätze in der Innenstadt und kostenloses Parken zumindest in der ersten halben Stunde. Außerdem soll das City Center neu überplant und in diesem Zusammenhang das ehemalige Kaufhaus in der Hillgasse endlich vermarktet werden.

Zu Letzterem wächst nach Aussagen von Peter Müller übrigens gerade ein kleines Pflänzchen. "Durch unsere 25-Punkte-Aktion ist ein Investor auf mich zugekommen, der das Kaufhaus gern umbauen möchte, für Geschäfte, Praxen und Wohnungen." Müller bedauerte, dass der Interessent in der Stadtverwaltung bislang weitestgehend ignoriert worden sei.

Zu den Zielen der Bürgerbewegten gehört außerdem die Erhaltung und der Ausbau von Freizeitangeboten für die Jugend sowie die Einrichtung eines Bürgertelefons und eines Bürgerservices. Außerdem sollten ausgewählte öffentliche Gebäude für die Toilettenbenutzung zur Verfügung stehen. Denn Altenburg habe viel zu wenig öffentliche Toiletten.

Auch sollen die Prinzenraub-Festspiele als Erfolgsgeschichte neu belebt und der Uferbereich am Kleinen Teich unbedingt neu gestaltet werden. "Daran, lassen wir keine Luft. Wir wollen den gesetzlich vorgeschriebenen Ersatz der gefällten Bäume", sagte Müller. Zudem sollten Garagenpachten nicht erhöht und mit den Einnahmen Gara-genanlagen saniert werden.

Eines der spektakulärsten Ziele dürfte die Forderung nach Anerkennung des Wahrzeichens der Stadt, der Roten Spitzen, als Weltkulturerbe sein. Ein entsprechender Antrag, der den OB beauftragt alle erforderlichen Schritt zu unternehmen, liegt morgen auf der Stadtratssitzung vor (OVZ berichtete).

Für das vom Oberbürgermeister "völlig zerrüttete Verhältnis" zu den Umlandgemeinden brauche es dringend eines Neustarts. "Wir müssen alles auf null stellen und von vorn anfangen und die Verwaltung zu mehr kooperativer Absprache verpflichten", erklärte Peter Müller. Weiterhin geht es im Zwölf-Punkte-Programm um die Erhöhung von Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit, die Aufwertung des Naherholungsgebiets Großer Teich, der Erhalt der Kulturangebote, der Gärten sowie der Wohnkultur.

Ellen Paul

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