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Nach Anlaufproblemen beginnen die Altenburger Handball-Frauen zu zaubern

Nach Anlaufproblemen beginnen die Altenburger Handball-Frauen zu zaubern

TSV Niederndodeleben 34:22 (14:8). Die Prinzenräuberinnen sind nach einem ungefährdeten Erfolg nun wohl richtig in der Mitteldeutschen Oberliga angekommen und haben sich auf den siebten Tabellenrang vorgearbeitet.

Aufbau Altenburg. Die Prinzenräuberinnen sind nach einem ungefährdeten Erfolg nun wohl richtig in der Mitteldeutschen Oberliga angekommen und haben sich auf den siebten Tabellenrang vorgearbeitet. Eine klug Regie führende Ingrida Radczeviciute, eine fang- und treffsichere Caro Konrad sowie eine läuferisch wie spielerisch überragende Vivien Walzel waren auf Seiten der Altenburgerinnen zu viele Trümpfe, als dass die Gäste auch nur die Spur einer Chance gehabt hätten.

 

Allerdings dauerte es zunächst etwas, bis die Hausherrinnen ihre Startschwierigkeiten abgelegt hatten und durch Vivien Walzel nach über sechs Minuten ihr erstes Tor erzielten. Eine Minute später sah sich das Trainerduo Michael Zita/Christian Vincenz bereits zur frühen Auszeit veranlasst. Denn so, wie sie sich das eigentlich gedacht hatten, ging noch lange nicht die Post ab. Danach zog das Tempo aber an, und in der 13. Minute war es Sandra Unger, die von Rechtsaußen die erste Führung (5:4) markierte.

Von nun an nahmen die Gastgeberinnen so richtig Fahrt auf. Gebremst wurden sie immer weniger von den Gästen als vielmehr durch so manche überzogene Hinausstellung der Schiedsrichter. Aber das Aufbau-Team ließ sich selbst davon nicht beirren und zog weiter davon: Fünf Minuten vor der Pause führte man 12:6 und drei Minuten später sogar 14:7. Doch dann kam noch einmal etwas Hektik auf. Der Grund dafür: überhastete Aktionen auf beiden Seiten. Und so mussten die Altenburgerinnen im 4:6-Unterzahlspiel kurz vor der Pause dann noch am Stück die Treffer acht, neun und zehn der Gäste hinnehmen.

Aus der Kabine kamen die Prinzenräuberinnen hochmotiviert. Man machte nun gar keinen Hehl mehr daraus, diesen Gegner beherrschen und mit einer empfindlich Niederlage auf die Heimreise nach Sachsen-Anhalt schicken zu wollen. Dafür taten sie einiges: Angefangen mit einer beweglichen und sich klug verschiebenden Deckungsreihe bis hin zu schnellen und sicheren Konterattacken zumeist über Anja Friedrich oder die anscheinend mit einen 60-Minuten-Turbo ausgestattete Vivien Walzel. Wer so viel arbeitet, erspielt sich natürlich auch Torchancen und macht Zaubertore.

Ein erstes gelang per Kempa-Trick in der 42. Minute zum 21:13. Fast noch spektakulärer wurde es zehn Minuten vor Ende, als Walzel die am Kreis frei postierte Konrad per Rückhandanspiel bediente, die dann ebenso sicher zum 28:16 verwandelte. Spätestens nun lief das von Radczeviciute perfekt organisierte Aufbau-Spiel auf vollen Touren. Die Schlussfrauen Zimmermann und Keller fingen wichtige Bälle, und wären die Altenburgerinnen beim Abschluss nicht fünf-, sechsmal auf den Kreis getreten, hätten die Gäste eine richtig derbe Klatsche einstecken müssen.

Aber es reichte auch so. Zumal sich gen Ende der Begegnung nun anscheinend alle Spielerinnen noch einmal am Torreigen beteiligen wollten und in den letzten Minuten auch Franziska Holz und Jana Foksova schöne Tore gelangen. Aufbau hatte nach den Anfangsschwierigkeiten noch eine äußerst souveräne Mannschaftsleistung abgeliefert und einen verdienten Sieg errungen.

Nun können die Schützlinge von Zita und Vincenz nach einer dreiwöchigen Spielpause beim Tabellenletzten in Gera und dann zu Hause gegen Haldensleben nachlegen. Läuft alles nach Plan, nehmen die Altenburgerinnen vielleicht doch noch den Kampf in Richtung Medaillenplätze auf.

 

 

Zimmermann, Keller, Foksova (3), Dietrich (1), Fuchs (1), Friedrich (2), Unger (1), Walzel (8), Holz (2), Radczeviciute (9), Große, Konrad (7).

Lutz Pfefferkorn

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