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Nach Suizid eines Somali in Schmölln: Verfahren eingestellt

Staatsanwaltschaft Nach Suizid eines Somali in Schmölln: Verfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Gera hat das Ermittlungsverfahren zum Tod des jungen Somalis, der in Schmölln Suizid begangen hat, eingestellt. „Die Ansätze für mögliche Fehler haben sich in Luft aufgelöst“, sagte der zuständige Staatsanwalt Jens Wörmann auf Nachfrage.

Aus diesem Block im Schmöllner Finkenweg sprang ein 15-jähriger Somali am 21. Oktober in den Tod.

Quelle: Frank Prenzel

AltenburG/gera. Die Staatsanwaltschaft Gera hat das Ermittlungsverfahren zum Tod des jungen Somalis, der in Schmölln Suizid begangen hat, eingestellt. „Die Ansätze für mögliche Fehler haben sich in Luft aufgelöst“, sagte der zuständige Staatsanwalt Jens Wörmann auf Nachfrage. „Nach den Unterlagen ist den Ärzten kein Vorwurf zu machen.“

Wie die Krankenakte des Asylbewerbers aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie Stadtroda, die Wörmann hatte beschlagnahmen lassen, hervorgehe, habe der Somali auf Nachfrage „jegliche Suizidgedanken verneint“, erklärte der Staatsanwalt. „Deswegen und aufgrund der guten Verständlichkeit der Unterlagen ist auch kein Sachverständiger nötig.“ Dies hatte er für den Fall erwogen, dass sich Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehleinschätzung ergeben hätten.

Offen bleibt aber , wie sich das Stadtrodaer Personal bei seinem letzten Aufenthalt mit dem 15-Jährigen verständigt hat. Sprach er doch nur ein paar Brocken Deutsch und einen seltenen somalischen Dialekt, für den es in Mitteldeutschland nur sehr wenige Dolmetscher gibt. „Das geht nicht aus der Akte hervor“, so Wörmann. Für weitere Ermittlungen reiche das aber nicht.

Der Somali, der in einer Wohngruppe untergebracht war, hatte sich am 21. Oktober aus dem Fenster im fünften Stock gestürzt und erlag wenig später seinen Sturzverletzungen. Todesursache war ein Herzkammerbeutelriss. Am Vorabend war der 15-Jährige wiederholt alkoholisiert in die Psychiatrie gebracht worden und erst am Vormittag in die WG zurückgekehrt. Dort hatte es kurz zuvor offenbar Streit gegeben.

Der Fall hatte weltweit Schlagzeilen gemacht, weil der Flüchtling von Schaulustigen zum Suizid aufgefordert worden sein soll. Die Information hatte Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) verbreitet. Sie bestätigte sich jedoch nicht.

Von Thomas Haegeler

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