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Altenburg Nach Suizid in Schmölln: Bürgermeister schließt Rücktritt aus
Region Altenburg Nach Suizid in Schmölln: Bürgermeister schließt Rücktritt aus
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18:00 25.10.2016
Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade vor dem Block, in dem sich die Tragödie ereignete. Quelle: Frank Prenzel
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Schmölln

Keine neuen Erkenntnisse gibt es derzeit im Fall des tragischen Selbstmordes eines 15-jährigen Somaliers, der am Freitag im Schmöllner Plattenbaugebiet „Heimstätte“ aus dem fünften Stock in den Tod gesprungen ist. „Wir warten jetzt die konkreten Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft ab“, erklärte die Sprecherin des Landratsamtes, Jana Fuchs, auf OVZ-Nachfrage. „Der enge Kontakt zur Schmöllner Stadtverwaltung in dieser Sache bleibt bestehen. Liegen konkrete Ergebnisse vor, werden wir uns zeitnah dazu äußern.“

Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) bestätigt den Schulterschluss zwischen beiden Behörden, hat aber derzeit noch an ganz anderen Fronten zu kämpfen. Denn in diversen sozialen Netzwerken sind neben üblen Kommentaren in seine Richtung auch Rücktrittsforderungen gegen das Schmöllner Stadtoberhaupt aufgekommen. Schrade bezeichnete dies alles nur als „absurd“ und erteilte zugleich jeglichen Rücktrittsforderungen eine klare Abfuhr.

Mit den Kommentaren beschäftigt sich inzwischen auch die Polizei. Sie prüft diese im Zuge gesonderter Verfahren auf strafrechtliche Relevanz. „Bisher gibt es noch nichts Konkretes“, sagte ein Sprecher der Landespolizeiinspektion in Gera dazu am Dienstag. Es werde aber umfassend ermittelt, wobei auch gepostete Fotos und Videos relevant seien. Gleiches gelte für mögliche Drohungen gegen den Schmöllner Bürgermeister. „Es sind derzeit alle Informationen und Hinweise willkommen, die Ermittlungsansätze ans Tageslicht fördern.“

Unterdessen ist das Landratsamt dabei, über die Botschaft Familienangehörige des verstorbenen Somaliers zu ermitteln, um diese über dessen Tod zu informieren. „Nach ersten Erkenntnissen leben Verwandte in Neuseeland“, sagte Sprecherin Jana Fuchs. Es soll sich dabei um Geschwister handeln. Ebenfalls unklar sind Zeitpunkt und Umstände der Beerdigung des jungen Mannes. Denn zunächst muss er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gera obduziert werden.

Von Jörg Wolf und Thomas Haegeler

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