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Nach dem Fahrplanwechsel für Busse in Altenburg regt sich Unmut

Nach dem Fahrplanwechsel für Busse in Altenburg regt sich Unmut

Seit Montag fahren die Busse im Stadtverkehr nach einem neuen Plan. Die OVZ ging auf Bustour und stellte fest: Vor allem für die Bewohner des Plattenbaugebiets Altenburg-Nord ist das Busfahren beschwerlicher geworden, da sie öfter umsteigen müssen.

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Endstelle Stauffenbergstraße: Seit Montag startet und endet hier nur noch die Buslinie S. Die Linien W und I indes sind vom Schild verschwunden.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Von Jörg Wolf

Bis zum zurückliegenden Wochenende starteten an der zentralen Endstelle in Nord in der Stauffenbergstraße noch drei Buslinien: Die I, die W und die S. Gestern herrscht spürbare Ruhe. Denn nur noch die Linie S bedient diese Haltestelle. Um mit den Linien W oder I weiterzukommen, muss der Fahrgast oft am Bahnhof umsteigen. Retour wartet die gleiche Prozedur. "Die haben uns noch ein Stück mehr abgekoppelt", sagt eine Mittvierzigerin kopfschüttelnd und blickt ein wenig ratlos auf den Fahrplan. Dort sind alle anderen Linien mit Ausnahme jener "S" förmlich über Nacht verschwunden. Auch von den Haltestellenschildern.

Die Neuerung ist auch gestern Gesprächsthema im Stadtbus. "Da hatte ich erst einmal meine Probleme", sagte beispielsweise Ralf Klotsch, der oft den Stadtbus in Richtung Geraer Straße nimmt - bislang mit der "W" in einem Ritt zu schaffen. Seit Montag aber oft nur mit Umstieg.

Nur am frühen Morgen sowie am Abend wird wochentags die Linie S am Bahnhof automatisch zur Linie W und nimmt deren Weg. An Wochenenden auch über Mittag. "Wie schnell hat man sich da vertan und startet mit der S in Nord und sitzt dann wie von Zauberhand plötzlich ab Bahnhof im falschen Bus. Die können doch nicht allen Ernstes verlangen, dass jeder Fahrgast den genauen Fahrplan auswendig kennt. Was soll überhaupt der Unsinn, eine Tourbezeichnung mitten auf der Runde zu ändern", schimpft Klotsch.

Nun, zumindest Verwechslungsgefahr dürfte nicht bestehen. Ein Busfahrer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, erklärt: "Wir sagen ja über Lautsprecher an, wenn eine Linie endet oder sich die Route ändert." Aber dennoch muss auch er einräumen, dass die Umstellungen für die Kundschaft ab und nach Altenburg-Nord "gewöhnungsbedürftig" seien. "Aber das wird sich schon einspielen."

Wird es sicher, aber die Verärgerung ist vorerst deutlich spürbar. Zwei ältere Damen, die vom Wochenmarkt kommen, sind einer Meinung: "Es ist schlimm, wie sie die Buslinien beschnitten haben. Vor allem die W. Da muss man doch auch an uns alte Leute denken. Vor allem am Mittwoch, wenn Markttag ist."

Angekommen am Bahnhof: "Fahrgäste der Linie W bitte umsteigen", bittet der Fahrer. Dann zeigt sich, wie beschwerlich das Umsteigen vor allem für ältere und gebrechliche Menschen ist, die zudem mit Taschen bepackt sind. Etwa zwei Drittel der gut 20 Passagiere drängt zu den Türen - offensichtlich sind doch mehr Nördler betroffen als angenommen? Zumindest rollt fahrplangerecht vier Minuten später dann auch der W-Bus ein. Retour nach Nord ist da schon etwas mehr Geduld beim erneuten Umstieg ins Plattenbaugebiet gefragt: In der Regel acht Minuten muss an der Haltestelle gewartet werden, ehe die Fahrt gen Nord fortgesetzt werden kann.

Als noch Regen einsetzt und etliche der Wartenden ungeschützt im Freien stehen, sinkt die Stimmung noch mehr. Das ist den vielen missmutigen Mienen deutlich anzusehen, die viele Ausharrende aufgesetzt haben.

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