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Nach der ersten OVZ-Spenden-Aktion freut sich die „Mu-Ki“ über ein Holz-Häuschen

„Ein Licht im Advent“ Nach der ersten OVZ-Spenden-Aktion freut sich die „Mu-Ki“ über ein Holz-Häuschen

Dank vieler Spenden von OVZ-Lesern bei der erstmaligen Aktion „Ein Licht im Advent“ freuen sich nun die Bewohner und Betreuer der Mutter-Kind-Station des Innova Sozialwerks über ein Holz-Häuschen für Kinderwagen und Spielgeräte. Dabei soll es nicht bleiben. In der Sonnabend-Ausgabe wird verraten, für wen die OVZ das zweite Licht anzündet.

Kevin mit Daniel, Lars, „Mu-Ki“-Leiterin Andrea Teuber, Mia, Olivia mit Jan-Christian, Sarah und Sophie, Nadine und Betreuerin Sandra Schimanski (v.l.) nutzen das neue Holz-Häuschen gern.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Heute vor fast einem Jahr startete die Osterländer Volkszeitung zum ersten Mal die Aktion „Ein Licht im Advent“. Vorgestellt wurden Menschen aus dem Landkreis, die vom Schicksal nicht verwöhnt sind und denen es nicht so gut wie anderen geht. Es waren Muttis, aktuelle oder ehemalige Bewohner der Mutter-Kind-Wohngruppe („Mu-Ki“) des Innova Sozialwerks in der Molbitzer Straße – junge Frauen mit kleinen Kindern, die in eine Notlage geraten waren und dringend Hilfe brauchten.

Mit der Aktion „Ein Licht im Advent“ sollte ihnen ein Wunsch erfüllt werden – ein kleines Gerätehäuschen, in das fortan die Kinderwagen, aber auch Spielgeräte gestellt werden können. Denn dafür gab es im Gebäude in der Molbitzer Straße nur einen klitzekleinen Raum, wohin außerdem Treppen führen. Für schwere Kinderwagen war dies ungeeignet, ebenso misslich war die Schlepperei der Spielgeräte, wodurch oft auch das Treppenhaus verschmutzt wurde. Um dieses Häuschen zu finanzieren, wurden die OVZ-Leser um Spenden gebeten.

Da dies die erste Spendensammlung in der OVZ-Geschichte überhaupt war und es gerade zur Weihnachtszeit andere und viel bekanntere Sammlungen gibt, wusste anfangs niemand in der Redaktion, auf welche Resonanz so etwas stoßen würde. Doch die ersten Geldbeträge gingen dann unerwartet schnell ein. Letztendlich spendeten fast 50 Leser insgesamt rund 2800 Euro.

Damit konnte der Wunsch der „Mu-Ki“ erfüllt werden. Und mittlerweile steht auch das Häuschen und erfüllt seinen Zweck. Mit dem Aufbau hat es aber ein bisschen gedauert. Denn lange Zeit war gar nicht so recht klar, wo es eigentlich hin sollte, beansprucht die fast 15 Quadratmeter große Holzhütte doch allerhand Platz.

Daher wurde bei der Innova zunächst überlegt, ob man die Umfriedungsmauer abträgt. Dies wurde aber verworfen, erklärt Andrea Teuber. Sie leitet den Bereich Kinder- und Jugendhilfe bei der Innova und damit auch die Wohngruppe in der Molbitzer Straße. Schließlich wurde eine geeignetere Stelle gefunden und im September mit dem Aufbau begonnen. Das leistete die Innova mit eigenen Mitarbeitern. Eine Mutti aus der Wohngruppe half mit beim Auftragen der Holzlasur. Durch die große Flügeltür ist nun so viel Platz, dass selbst Geschwister- oder Zwillingswagen durchpassen.

Andrea Teuber freut sich noch heute – also nach fast einem Jahr nach der Aktion – riesig über die Hilfsbereitschaft der Menschen. „Das war wirklich toll, eine super Aktion. Über das Ergebnis haben wir uns wahnsinnig gefreut. Wir waren auch ein bisschen stolz, dass unsere Arbeit in der Bevölkerung so gut ankommt.“ Bekannte haben sich erkundigt, ob alles geklappt hat und gefragt, wann der Bau beginnt. Sehr angetan war Andrea Teuber von der Idee, dass eine Spenden-Aktion für etwas gestartet wird, was in der Region bleibt, was man sich ansehen kann.

Auch die Muttis, die das Häuschen nun nutzen, freuen sich über die große Hilfsbereitschaft. Für einige war dies im wahrsten Sinne des Wortes ein Lichtblick, machen sie eine schwierige Phase in ihrem Leben durch. Die Mutter-Kind-Gruppe wurde am 1. September 2011 gegründet. Für über 20 junge Mütter war sie seitdem ein Rettungsanker und der Ausgangspunkt, ein eigenständiges Leben führen zu können.

Nach dem ersten Licht im Advent im vergangenen Jahr soll nun ein weiteres folgen. Die OVZ wird in einem Beitrag in der Ausgabe am Sonnabend veröffentlichen, für wen es angezündet wird.

Von Jens Rosenkranz

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