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Altenburg Nach drohender Schließung: Schmöllner Gymnasium geht in Offensive
Region Altenburg Nach drohender Schließung: Schmöllner Gymnasium geht in Offensive
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Der Stadtrat Schmölln hat sich bereits klar positioniert. "Das Gymnasium ist für uns als Stadt aus bildungspolitischer, aber auch aus wirtschafts- und kulturpolitischer Sicht ein Standortvorteil." Quelle: Mario Jahn
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Schmölln

Der Stadtrat Schmölln hat sich bereits klar positioniert. "Das Gymnasium ist für uns als Stadt aus bildungspolitischer, aber auch aus wirtschafts- und kulturpolitischer Sicht ein Standortvorteil", sind sich alle Fraktionen des Stadtrates in einem Schreiben an die Kreischefin einig. Ebenso, so heißt es darin, würden ortsansässige Unternehmen auf das Roman-Herzog-Gymnasium bauen, um ihren Fachkräftebedarf decken zu können. In gleichem Atemzug bieten Stadtverwaltung und Stadtrat dem Landkreis ihre Mitarbeit an, um Schulträger und Gymnasium auf ihrem weiteren Weg zu begleiten.

Nun geht auch die Bildungseinrichtung selbst in die Offensive. Ab sofort liegen Unterschriftslisten in der Stadt aus, mit der jeder seine Unterstützung des Standortes Schmölln ausdrücken kann. Auch sind Lehrer und Leitung des Gymnasiums ab sofort vermehrt in den Grundschulen der Region unterwegs - sowohl um über die Arbeit des Gymnasiums zu informieren als auch den Eltern künftiger Gymnasiasten die Angst zu nehmen, dass ihre Kinder vermeintlich nicht bis zur 12. Klasse in Schmölln unterrichtet werden können. Obwohl der Schreck über Sojkas Gedankenspiel groß war, will die Bildungseinrichtung vor allem zur Sachlichkeit zurückkehren: "Laut Landesentwicklungsplan ist Schmölln schließlich bis zum Jahr 2025 ein Standort für die Sekundarstufe II", so Schulleiterin Martina Pleuße. Und Sekundarstufe II bedeute, dass dort Zehnt-, Elft- und Zwölftklässler unterrichtet werden.

Gleichwohl sieht Pleuße die Notwendigkeit, eigene Ideen in die aktuelle Zukunftsdebatte für das Schmöllner Gymnasium einzubringen. Weshalb neben Öffentlichkeitsarbeit für Lehrer und Schüler ab sofort auch Konzeptionelles auf der Tagesordnung steht. In dieser Zukunftsdebatte gehe es einerseits um den demografischen und andererseits um den baulichen Aspekt.

430 Schülern zählt das Gymnasium aktuell. Laut Prognosen bleibt diese Zahl in den kommenden Jahren stabil. Um all diese Kinder und Jugendlichen zu unterrichten, genügt in Schmölln eigentlich ein Standort. Ob der Schloßstraße oder Helmholtzstraße heißen sollte, muss letztlich der Landkreis als Schulträger entscheiden. Fakt ist jedoch, dass sowohl für den einen als auch den anderen Standort Geld in die Hand genommen werden muss.

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