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Nachfrage nach Wohneigentum in Altenburg steigt rasant – in der „Pauri“ ist alles weg

Bauland weiter knapp Nachfrage nach Wohneigentum in Altenburg steigt rasant – in der „Pauri“ ist alles weg

In Altenburg steigt die Nachfrage nach Bauland und Einfamilienhäusern. Ein Areal, wo in Regie der Stadtverwaltung erfolgreich Grundstücke vermarktet wurden, ist die Pauritzer Straße. Nun sind die Grundstücke dort fast alle verkauft, das letzte unbebaute ist reserviert. Bis dort ebenfalls gebaut werden kann, muss die an das Grundstück grenzende Stadtmauer hergerichtet sein.

Nach der Sanierung der Stadtmauer in der Pauritzer Straße kann das letzte Baugrundstück dort verkauft werden.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. In der Skatstadt steigt die Nachfrage nach Wohneigentum. Das gilt insbesondere für Bauland und Einfamilienhäuser. Das erklärte kürzlich Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) vor der Presse, der damit einen seit Jahresbeginn registrierten Trend bestätigte.

So wurde im Januar bekannt, dass der Stadtverwaltung 2016 insgesamt 233 Kaufverträge zur Prüfung vorgelegt wurden, so viele wie in keinem Jahr zuvor. Außerdem wechselten 2016 insgesamt 49 Einfamilienhäuser den Besitzer – 2015 waren es nur 32. Fünf Bauplätze wurden verkauft. Beide Angaben beziehen sich ausschließlich auf Geschäfte zwischen Privatleuten. Der Trend sei, dass ältere Menschen sich von ihrem Eigentum trennen und jüngere die Chance nutzen, etwas eigenes zu erwerben und es zu modernisieren, sagte Wolf.

Um der anziehenden Nachfrage nach Bauland gerecht zu werden, treibt die Stadt die Entwicklung verschiedener Wohnbaustandorte voran. Aktuell sieht es mit freien städtischen Plätzen allerdings mau aus. Ein einziges freies Baugrundstück befindet sich in Oberzetzscha.

Ein Areal, wo in Regie der Stadtverwaltung erfolgreich Grundstücke erschlossen und vermarktet wurden, ist die Pauritzer Straße. Kaum ein Gebiet in der Stadt hat sich in den vergangenen Jahren so verändert wie die „Pauri“. Nach und nach sind dort, im Herzen der Stadt und mit Blick aufs Residenzschloss, Eigenheime gebaut worden. Allerdings verlief die Vermarktung anfangs nur äußerst schleppend. Das änderte sich erst, als der Bebauungsplan „Pauritzer Straße – genial zentral“ geändert wurde. Damit bestand die Möglichkeiten zum individuellen Wohnungsbau – statt der ursprünglich vorgesehenen und als Seifenkisten verspotteten Einheitsbauten.

Nun sind die Grundstücke dort fast alle verkauft, das letzte unbebaute ist reserviert. Bis gebaut werden kann, muss die an das Grundstück grenzende Stadtmauer hergerichtet sein. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich in diesem Monat beendet sein. Die Herrichtung der Stadtmauer kostet rund 50 000 Euro. Zur anteiligen Finanzierung wurden Städtebaufördermittel bewilligt.

Im Zusammenhang mit den bereits fertiggestellten Eigenheimen auf der sogenannten Heiste steht eine weitere Baumaßnahme, die im Juni beginnen sollte. Im Auftrag der Stadtverwaltung wird die Zufahrt zu den Grundstücken Pauritzer Straße 47 und 48 abschließend hergestellt. Die Zufahrt befindet sich im Eigentum der Stadt und dient gemäß dem rechtskräftigen Bebauungsplan als öffentliche Zuwegung. Die Tiefbauarbeiten sollen im Juli abgeschlossen werden. Mit der Ausführung der Tiefbauarbeiten wurde ein Unternehmen aus dem Altenburger Land beauftragt. Die Kosten summieren sich laut Angaben der Stadtverwaltung voraussichtlich auf knapp 50 000 Euro, circa 85 Prozent davon sind Fördermittel.

Zukünftige von der Stadt geplante Standorte sind „Zur Fasanerie“ in Ehrenberg, wo 2018 zehn Bauplätze angeboten werden können. Daneben entwickeln auch Privateleute Eigenheimstandorte. So sollen in der Bahnhofstraße zwischen Brockhausstraße und Wenzelstraße zehn Bauplätze entstehen.

Der Oberbürgermeister kündigte an, die Suche nach Bauland fortzusetzen und dies auch in Kleingärten zu tun, wo es Leerstand gebe. Niemand, versicherte Wolf, werde jedoch aus seinem Kleingarten vertrieben.

Von Jens Rosenkranz

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