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Altenburg Nachfrage nach modernen Altstadt-Wohnungen ist hoch
Region Altenburg Nachfrage nach modernen Altstadt-Wohnungen ist hoch
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11:14 13.09.2018
Der damalige Oberbürgermeister Michael Wolf (links) und der damalige SWG-Geschäftsführer Michael Rüger legten im Juni 2018 den Grundstein für die drei neuen Wohnhäuser in der Puschkinstraße. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

 Die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) Altenburg verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von knapp 477 000 Euro. Im Vergleich zu 2016 eine deutliche Verbesserung, denn 2016 musste auf Gewinnrücklagen zurückgegriffen werden, um einen Jahresfehlbetrag in Höhe von knapp zweieinhalb Millionen Euro auszugleichen. Dieses Minus war entstanden, weil der Wert aller Grundstücke im Besitz der SWG im Jahr 2016 neu bewertet worden ist. Dies geschah als Teil des Entwicklungskonzepts der Stadt, das unter anderem vorsieht, Gebäude abzureißen, die zu sanieren sich nicht mehr lohnt. Grundstücke, auf denen leerstehende Gebäude stehen, verlieren dabei an Wert.

100 Wohnungsabrisse im Vorjahr

Auch im Laufe des Jahres 2017 wurden 100 SWG-Wohnungen abgerissen. Zudem wurden 252 Wohn- und Gewerbeeinheiten, vor allem Wohnraum in der Altstadt, für den sich keine Mieter fanden, verkauft. Der Bestand an Wohnungs- und Gewerbebestand der Tochtergesellschaft der Stadt belief sich damit am Ende des Geschäftsjahres 2017 auf 4760 Wohnungen, 61 gewerbliche Mietobjekte und 391 Garagen und Stellplätze.

Wohnen in der Altstadt ist beliebt

Mit der Bestandsverminderung versucht die SWG auf die Leerstandsproblematik sowie „demografische Verschiebungen“ zu reagieren, heißt es im Jahresabschlussbericht. Es bestehe eine „konstant hohe Nachfrage nach modern ausgestatteten und individuellen Wohnungen im Altstadtzentrum“. Dies zeige sich auch an dem jetzt schon sehr hohen Interesse an Neubauten in der Puschkinstraße 11 bis 14, die Ende 2019 fertig werden sollen. Außerdem wurden 236 000 Euro zur Instandhaltung von Mietraum investiert.

Nächstes Projekt: Wohnpark Lindenau

„Im Jahr 2018 bleibt unsere Strategie für den demografischen Wandel unverändert“, sagt Geschäftsführer Lutz Schneevoigt. „Wir sanieren dort, wo es Sinn macht und bezahlbar bleibt.“ Dabei konzentriere man sich vor allem auf Objekte in oder nahe der Innenstadt. Im Oktober dieses Jahres wird der Stadtrat voraussichtlich die Planung für das Neubauprojekt „Wohnpark Lindenau“ beschließen. Der Bauantrag soll Anfang 2019 gestellt werden.

23,6 Prozent Leerstand

Gegenüber 2016 hatte sich die Leerstandsquote 2017 im gesamten SWG-Wohnungsbestand um 0,9 Prozent auf 23,6 Prozent verringert. Vernachlässigt man die leerstehenden Wohnungen der Abriss- und Verkaufsgrundstücke, beträgt die Leerstandsquote 15 Prozent. Da die Zuwanderung zuletzt abgenommen hat, wurde ein Großteil der vom Landratsamt angemieteten Wohnungen, die für die Erstunterbringung von Geflüchteten vorgesehen waren, zum 31. Dezember 2017 gekündigt.

Von Pia Siemer

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