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Altenburg Nachtschwärmer aufgepasst: Kneiptour startet am 21. April
Region Altenburg Nachtschwärmer aufgepasst: Kneiptour startet am 21. April
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06:03 18.04.2018
„Quotime“ gaben im Vorjahr das Eröffnungskonzert zur 25. Altenburger Kneiptour. Quelle: promo
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Altenburg

In genau vier Wochen ist es wieder soweit: Die Kneiptour, nach der Frühlingsnacht die zweite große Traditionsveranstaltung zu Beginn der neuen Saison in Altenburg, lädt wieder zu Musik, Tanz und Kneipen-Hopping ein – zum 26. Mal. Am Sonnabend, 21. April, verspricht das fröhliche Kneipen-Musik-Festival wieder kultige Highlights, gute Gewohnheiten und gastronomische Vielfalt.

Insgesamt sechs Kneipen machen diesmal mit, hinzu kommen vier Sonderlokale. Letztere sind traditionell die Hülsemannsche Villa mit dem Eröffnungskonzert – diesmal mit „Hollywood Rose“ und ihrer „Guns n’ Roses“-Show –, die derzeit ungenutzte ehemalige Kultkneipe „Weißes Ross“, das Gartenhaus der Großloge und das Seckendorffsche Palais am Brühl. „Wir freuen uns, dass das Theater auf unsere Anfrage so positiv reagiert hat und nach der Premiere im Vorjahr erneut mitmacht“, so Carsten Seifert vom Veranstalterteam der Matzke GmbH & Co. KG. Allerdings wird dort mit dem Programm wieder erst nach 22 Uhr gestartet, wenn die Vorstellungen im Haus vorbei sind. Die Sonderveranstaltung firmiert unter Kneipen-Clubnight mit House- und Blackmusik. Mit dem Kneiptour-Ticket gibt es selbstverständlich auch hier freien Eintritt.

Bewährt hat die auch die Vorjahres-Entscheidung, die gesamte Tour erst eine halbe Stunde später als sonst gewohnt beginnen zu lassen: 19 Uhr Eröffnungskonzert, ab 20.30 Uhr Start in den Kneipen. Der Veranstalter reagierte damit schon 2017 auf die sich ändernden Gewohnheiten des Publikums.

Was er in der mittlerweile 20-jährigen Geschichte der Altenburger Kneiptour schon des Öfteren getan hat. Im Sommer 1998 war von den damaligen Betreibern des Irish Pub, Stefan Müller und Holger Hainich, die Idee geboren worden, in der Skatstadt nach dem Vorbild der Honky Tonks in Leipzig, Jena und Erfurt ein Kneipenmusikfestival auf die Beine zu stellen. Es wurde trotz großer Skepsis ein Sensationserfolg. Sage und schreibe über 3000 gingen zur 1. Kneiptour auf die Walz. In manchen Kneipen brach der Notstand aus, hier und da wurde gar das Bier knapp.

Fortan gab es in Altenburg alljährlich zwei Touren – eine im Frühjahr und eine im Herbst – mit jeweils über 20 Kneipen. Seit geraumer Zeit organisiert das Duo Müller/Hainich die Kneiptour bekanntlich nicht mehr. 2003 übernahm Jörg Matzke mit seiner Veranstaltungsfirma das Zepter. Außerdem gab es die erwartete Konzentration auf die Innenstadt. Weiter abseits liegende Gaststätten in Nord oder Südost, die anfangs mit von der Partie waren, hatten nicht mehr genug Zuspruch und stiegen aus. So manche Gaststätte gibt es zudem längst nicht mehr. Und: Aus einer Abschlussveranstaltung wurde ein Eröffnungskonzert, und zwei Kneipen-Musikfestivals im Jahr hatten nicht mehr genug interessierte Gäste und Kneiper.

Seit 2004 gibt es die beliebte Veranstaltung nur noch im Frühjahr, aber nach wie vor sehr erfolgreich, wie die 25. im Vorjahr eindrucksvoll bewiesen hat. „Insgesamt würden wir uns aber schon freuen, wenn die eine oder andere Gaststätte mehr mitmachen würde“, bekennt Jörg Matzke. Nichtsdestotrotz gibt es in vier Wochen erneut eine lokale und musikalische Vielfalt. Letztere reicht von Rock ’n’ Roll über Rockabilly, Synthie-Klänge, Folk, Blues, Bluesrock bis hin zu ganz viel Musik von der grünen Insel.

Die Kneipen / Die Bands

Hülsemannsche Villa: Hollywood Rose (Eröffnungskonzert) Gastwirtschaft „Kulisse“: Suffy Sand Zum Alten Markt: Mother’s Best Finnegan’s Irish House: Doc Tayler Pizza- und Nudelhaus „Domizil“: Duo Sahn Rapid Weißes Ross: Open Range Brühl 7: Carly Peran Gassenhauer: Frank Schwanethal Gartenhaus Großloge Altenburg: Cat Sessional Seckendorffsches Palais: House & Black, Music by René E-Dul

Karten im Vorverkauf zum Preis von 10 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) gibt es unter anderem in allen teilnehmenden Kneipen sowie in der Altenburg-Information am Markt 10. Dort können OVZ-Leser mit der Aboplus-Karte Tickets zum Sonderpreis von 9 Euro (zzgl. VVK-Gebühr) erwerben – zwei Tickets pro Aboplus-Karte, allerdings nur so lange der Vorrat reicht. An der Abendkasse kosten die Eintrittskarten für die 26. Kneiptour dann 13 Euro.

Von Ellen Paul

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