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Altenburg Nachtwäscheball in Frohnsdorf beendet Faschings-Saison
Region Altenburg Nachtwäscheball in Frohnsdorf beendet Faschings-Saison
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17:50 05.03.2018
Bettgarderobe war Pflicht beim Nachtwäscheball in Frohnsdorf. Die Gäste zeigten freimütig, was sie unter der Decke tragen. Quelle: Wolfgang Riedel
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Frohnsdorf

Gute Nacht, ihr Narren! Nun ist aber wirklich Schluss mit Fasching. Der Frohnsdorfer Karnevalsklub „Grün-Weiß 1982“ (FKK) setzte am Wochenende den Schlusspunkt mit dem inzwischen traditionellen Nachtwäscheball. Doch der war keineswegs zum Gähnen. Das närrische Volk zeigte, was andere lieber unter der Decke halten: Hauben, Hemdchen und Pyjamas.

Sehr zu Freude der bis zu 200 Besucher, die für das Spektakel zum Teil lange Wege auf sich genommen hatten. „Hier macht das Faschingstreiben immer wieder echt Laune“, betonte Laura Heinke aus Kohren-Sahlis unter anderem mit Blick auf die Darbietungen der Funkengarden und der rockigen Service Band Altenburg.

Nach dem Einmarsch des Elferrates um Klubpräsidentin Silke Herfurth und Vizepräsidentin Nadja Werner erfreuten die kurzberockten Damen der Großen Funkengarde das jubelnde Publikum mit verwegenen Showtänzen. Und mancher Narr machte große Augen! Auch die Kleine Funkengarde unter Leitung von Anja Hermenau und Nicole Kühnel forderte mit kindgerechten Tänzen die Gäste zum Applaudieren heraus.

„Seit 30 Jahren besuche ich die Karnevalsveranstaltungen hier in Frohnsdorf, und ich bin immer wieder begeistert“, schwärmte Joachim Schulz aus Merlach bei Gößnitz. „Die Leute hier verstehen es bestens, es richtig krachen zu lassen.“ Und viele Gäste standen dem nicht nach. Zum Hingucker gedieh zum Beispiel Kathleen Hahn in ihrem Nachtgewand in Form eines legendären Einhorns. „Man muss ja schließlich auch etwas für den Artenschutz tun“, erklärte die Geithainerin verschmitzt, sehr zur Gaudi ihrer Tischgenossen.

Keine Frage: Die Nachtwäsche, und sei sie noch so schnöde, taugt bei FKK als Stimmungsgarant. Und das nun schon seit mehr als drei Jahrzehnten. „Schon mit Gründung unseres Karnevalklubs am 7. März 1982 kam die Idee auf, die jährlichen Sessionen mit einem Nachtwäscheball enden zu lassen“, blickte FKK-Präsidentin Herfurth zurück. „Wir wollten eben nicht mit anderen Vereinen gleichziehen, die mit einem Lumpenball die Faschingszeit beschließen.“

Wozu sich weit geschnittene Nachtwäsche eignet, zeigte auch Jens Rohweter aus Langenleuba-Niederhain. Der gewitzte Gast hatte über sein erotisches Nachtgewand vorsorglich einen Pyjama gestreift. Und genau unter diesem küsste er ohne Unterlass eine der schönen Karnevalsfeen. Nur gut, dass die Musketiere um Leutnant Matthias Wolf Weitergehendes verhinderten. Na dann, auf ein Neues in der 37. Session!

Von Wolfgang Riedel

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