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Altenburg Nachwuchs-Organisten verfeinern in Altenburg ihr Können
Region Altenburg Nachwuchs-Organisten verfeinern in Altenburg ihr Können
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05:24 31.08.2018
Vittorio Vanini und Dieter Andreas Pabst (v.l.) sind zwei der insgesamt 35 Teilnehmer der diesjährigen Thüringer Orgelakademie. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Einmal an einer historischen Orgel Platz nehmen, einmal in die Tasten greifen, denen schon Bach Töne entlockte – es sind durchaus reizvolle Angebote, mit denen die Thüringische Orgelakademie seit inzwischen 28 Jahren regelmäßig Organisten aus aller Welt in die mitteldeutschen Gotteshäuser lockt.

Silbermann in den USA

„Auch diesmal sind wieder 35 Teilnehmer aus insgesamt zwölf Ländern dabei“, freut sich Schlossorganist Felix Friedrich, der die Akademie als Intendant federführend begleitet. Geboten wird den Teilnehmern Unterricht an ausgewählten Orgeln, gebaut zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert.

Und es sind auch besonders die Instrumente, hergestellt von berühmten Orgelbauern wie Silbermann und Trost, nicht die Kompositionen, die klar im Vordergrund stehen – verfügen die doch mitunter über gänzlich unterschiedliche Klangfarben und Tastenmaße. „Wir möchten den Leuten nicht zeigen, wie man Bach spielt, sondern wie man Bach auf solchen Orgeln spielt“, erklärt Friedrich den Ansatz der Akademie. So wird insbesondere das manuelle und spieltechnische Verständnis geschult, aber auch der akustische Aspekt der jeweiligen Kirchenräume spielt eine Rolle.

Das sei gerade für die weit angereisten Teilnehmer aus Asien oder den USA von zentraler Bedeutung. „Schließlich sind manche Orgeln teils älter als deren Länder, besteht gar nicht die Möglichkeit, in ihrer Heimat einmal an einer Silbermann-Orgel Platz zu nehmen“, so Friedrich – auch wenn inzwischen gerade in den USA und China detailgetreue Nachbildungen angefertigt würden. „Aber gerade für eine etwaige internationale Karriere ist so ein Lehrgang unverzichtbar.“

Intensive Woche

Ob am Ende ihrer Ausbildung jeweils Auftritte in aller Welt stehen, ist bei Dieter Andreas Pabst und Vittorio Vanini zwar noch nicht sicher – die Teilnahme an der Akademie bereuen sie jedoch nicht. Den gebürtigen Brasilianer Pabst, der in Erfurt studiert, hat es bereits zum zweiten Mal nach Altenburg verschlagen. „Die Dozenten haben ein hohes Niveau und ich kann an der Trost-Orgel spielen, das ist einfach toll. Die Woche ist zwar sehr intensiv, macht aber auch enorm Spaß“, schildert der 34-Jährige seine Eindrücke.

Begeisterung auch bei Nachwuchs-Organist Vanini. „Das Gruppengefühl ist sehr gut. Ich hoffe, hier mein Repertoire und meine Fähigkeiten weiter verfeinern zu können“, so der 22-Jährige, der an der Schola Cantorum Basiliensis im schweizerischen Basel derzeit sein Masterstudium absolviert. Und nebenbei, fügt er schmunzelnd an, biete Altenburg auch die perfekte Kulisse, um eine schöne Woche zu verbringen.

Ihr Können stellen die Teilnehmer heute Abend ab 19.30 Uhr beim „Konzert der Besten“ in der Schlosskirche unter Beweis. Karten zu 13/11 Euro gibt es in der OVZ-Geschäftsstelle (Markt 10).

Von Bastian Fischer

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