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Altenburg Nachwuchs-Skipper trainieren beim Segelcamp am Hainbergsee
Region Altenburg Nachwuchs-Skipper trainieren beim Segelcamp am Hainbergsee
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06:04 30.07.2018
Im Segelkutter „Alwin“ schipperten die Kinder und Jugendlichen gemeinsam über den Hainbergsee. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Jede Menge Segelspaß stand in der vergangenen Woche am Hainbergsee auf dem Programm. 41 Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 16 Jahren nahmen am inzwischen 14. Segelcamp des Seesportclub Meuselwitz teil. Die jungen Seeleute lernten dabei reichlich über Theorie und Praxis des Segelns und des damit verbundenen seemännischen Handwerks.

Ihr Können konnten die Teilnehmer nicht nur an Land sondern auch auf dem 800 Meter langen und 300 Meter breiten Gewässer unter Beweis stellen. „Jeder Wassersportfreund, der am Segeln und Motorbootfahren interessiert ist, kann bei uns die notwendigen Fähigkeiten erlernen“, so Sven Starkloff, Vorsitzender des 60 Mitglieder zählenden Seesportclubs, mit Blick auf den Ablaufplan der Veranstaltung.

Mit „Alwin“ auf großer Fahrt

Jeder Camptag begann unter Anleitung der Ausbilder Stefan und Felix Herz ganz locker mit Frühsport in Form von Spielen und Schwimmen. Am ersten Tag fand neben einem Elterngespräch und dem gegenseitigen Kennenlernen eine Belehrung und der Aufbau der Zelte statt. Und auch in die Bootstechnik wurden die Nachwuchssegler schon eingewiesen. Neben den Jollen, den kleinen Ruder- und Segelbooten, in denen die Campteilnehmer ihr Segel- und Rudergeschick zeigten, stand vor allem auch der Segelkutter „Alwin“ im Fokus der Ausbildung: Ein 7,50 Meter langer Zweimaster, in dem eine zehnköpfige Besatzung Platz findet.

Auf große Fahrt über den See ging es allerdings erst bei guten Windverhältnissen am Freitag. Da gelang den Jungmatrosen ein Anpassen der Segelstellung entsprechend des Kurses zum Wind und die Betätigung des Ruders schon ganz gut. „Achtet stets auf die Bewegungen des Baumes beim Manövrieren mit dem Segel – damit keiner das Langholz abbekommt“, wies Campleiter Jan Oehler stets hin. Der beruflich als Kfz-Sachverständiger tätige Vizevorsitzende des Seesportclubs verstand es ausgezeichnet, die jungen Teilnehmer mit seemännischem Handwerk vertraut zu machen.

Knotenkunde und Kentertraining

Robert aus Leipzig baute etwa schon mit Lust und Liebe ein Segelboot auf. „Zuerst muss man die Abdeckung der Teile entfernen, dann der Baum am Mast befestigt werden“, zählte der Elfjährige auf. Auch im Knotenbinden kannte er sich bereits bestens aus. „Neben dem Kreuzknoten und den Pal- und Slipsteks ist vor allem der Achterknoten wichtig für das Segeln. Durch eine Verdickung am Seilende kann das Seil eine Öste nämlich nicht durchlaufen“, wusste Schüler Robin aus Altenburg zu erklären. Der theoretische Unterricht fand täglich im Großzelt statt. Da hieß es bei Ausbilder Oehler zum Thema Knoten: „Auch zum Segeln gehören die passenden Seemannsknoten. Sie sollen leicht zu stecken sein und eine verlässliche Haltekraft besitzen – und vor allem sollen sie sich leicht lösen lassen.“

Augenmerk richtete man auch auf das Kentertraining. Die Teilnehmer übten das Aufrichten und Entwässern eines „abgesoffenen“ Bootes. Viel Freude bereitete den Mädchen und Jungen zudem die Kanutour bei Leipzig ab Connewitzer Schleuse bis hin zum Cospudener See. „Und ich fand das Wasserskifahren im Kulkwitzer See toll“, warf die Altenburgerin Theres ein. Derweil brillierte Josephine an Land beim Üben des treffsicheren Seilwerfens genauso wie ihre Campfreundin Luna. „Das genaue Werfen ist zum Beispiel bei der Rettung eines Menschen aus Seenot wichtig, beim Anlegen und dabei, ein Boot wieder auf Fahrt zu bringen“, fasste Josephine die Anwendungsmöglichkeiten zusammen.

Viele helfende Hände

Täglich kam man auch bei den Mahlzeiten und den abendlichen Lagerfeuern bei Leckerem vom Grill gesellig zusammen. Für eine gesunde, obstreiche Kost sorgte ein zehnköpfiges Helferteam um Mandy Bergmann aus Altenburg und Heike Naumann aus Meerane. Gleichzeitig campten unter Leitung des Clubvorsitzenden Sven Starkloff am Haselbacher See die in der Ausbildung bereits fortgeschrittenen 19 Kinder und Jugendlichen. Lobenswert war zudem wieder der ehrenamtliche Einsatz der Ausbilder und Helfer, die teils Urlaub nahmen, ebenso wie die Unterstützung der Sponsoren.

Von Wolfgang Riedel

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