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Altenburg Nachwuchswissenschaftler wetteifern um die Gunst der Jury
Region Altenburg Nachwuchswissenschaftler wetteifern um die Gunst der Jury
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10:25 07.03.2016
„Die Hälfte hab’ ich verstanden, das andere Drittel fehlt mir noch“, ist der Titel der Arbeit und des Comics mit dem Malte Reinstein auf den ersten Platz kam.  Quelle: Mario Jahn
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Rositz

 „Ich habe mich mit der Bruchrechnung befasst und gefragt, was steckt dahinter. In den Lehrbüchern wird leider nur erklärt, wie sie funktioniert. Aber es gibt keinen Bezug zu Alltagssituationen, was es für Schüler schwer verständlich macht. Deshalb habe ich den Comic entwickelt mit einfachen Beispielen und gut merkbaren Lernsätzen.“ Dies sagte nicht etwa ein Universitätsprofessor, sondern der zwölfjährige Malte Reinstein. Mit seiner Drachendame Hedwig, der Heldin der Mathe-Comics, nahm der Schüler des Friedrich-Gymnasiums zum zweiten Mal beim Regionalwettbewerb Jugend forscht – Schüler experimentieren teil.

Natürlich gewann gestern das kreative Mathematikass mit der künstlerischen Ader und der druckreifen Aussprache einen der 14 ersten Plätze, die gleichzeitig die Qualifikation zur Teilnahme am Landesausscheid sind. In den sieben Themenbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaft, Mathematik/Informatik, Physik und Technik wetteiferten zur 22. Auflage des Wettbewerbs 125 Mädchen und Jungen mit insgesamt 53 Projekten, um beste Platzierungen und einen der zahlreichen Sonderpreise. 28 Projekte davon entfielen auf den Hauptwettbewerb „Jugend forscht“ und 25 auf die Sparte „Schüler experimentieren“.

Wie bereits in den Vorjahren kamen die meisten Projekte wieder aus dem Altenburger Land. Die Region Ostthüringen sei ungeachtet dessen eine der teilnehmerstärksten in Thüringen. „Besonders freut mich, dass sich wieder sehr viele Schulen beteiligt haben“, so Rüdiger Eischenbrand, Chef des Landeswettbewerbs, gestern in Rositz, wo die Arbeiten der Nachwuchsforscher öffentlich präsentiert wurden. Anders als in vielen Regionen des Freistaates wird den Teilnehmern in Ostthüringen vom hier zuständigen Verein Wissenschafts- und Transfercenter ein zweitägiger Aufenthalt ermöglicht. Das unterstützen insgesamt 79 Sponsoren. „Beliebt ist seit Jahren der Bereich Biologie, das ist eine eindeutige Tendenz“, erklärte der Leiter des Regionalwettbewerbs Dirk Heyer. Darüber hinaus sei schwer vorherzusagen, für welche Bereiche sich die Teilnehmer anmelden, eine Vorgabe dazu gibt es nicht. Hinter den 13 Bio-Arbeiten war diesmal das Themenfeld Technik mit zehn Projekten stark vertreten.

Dem hatten sich William Rößler und Philip May aus der Grundschule Wintersdorf gewidmet. Die Bildungsstätte war bei dem Ausscheid zum ersten Mal mit von der Partie und schickte gleich zwei Gewinner ins Rennen. Ebenfalls ein Ticket für den Landeswettbewerb haben Lena Braun, Franziska Hertzsch und Elisabeth Loschinski in der Tasche. Die drei Lerchenberg Pennälerinen überzeugten im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften mit ihren Projekt „Aus dem Tagebuch der Erde“.

Sie gehören zu den etwa 50 Prozent weiblichen Teilnehmern beim Ostthüringer Regionalausscheid. „Bundesweit beteiligen sich dagegen im Durchschnitt nur etwa ein Drittel Mädchen“, betonte Rüdiger Eischenbrand. Auch das zeichne den hiesigen Ausscheid aus, der zur gestrigen Ausstellung der Arbeiten und Kür der Gewinner Besucher in großer Zahl ins Kulturhaus Rositz lockte.

Von Jörg Reuter

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