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Altenburg Nächster Anlauf für gemeinsames Standesamt
Region Altenburg Nächster Anlauf für gemeinsames Standesamt
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21:44 18.12.2011

Von Günter Neumann

Schon jetzt bilden Altenburg, Nobitz und Saara sowie die Verwaltungsgemeinschaften (VG) Altenburger Land, Rositz, Pleißenaue und Wieratal einen großen Standesamtsbezirk. Die Aufnahme von Meuselwitz und Lucka scheiterte aber am Veto der Pleißenaue (OVZ berichtete). Dass das Thema schon acht Wochen später wieder auf der Tagesordnung steht, hat nicht zuletzt parteitaktische Gründe.

So bat die Meuselwitzer Bürgermeisterin Barbara Golder (CDU) Altenburgs OB Michael Wolf (SPD), doch mal beim Pleißenauer VG-Chef Uwe Melzer (CDU) nachzufragen, ob Meuselwitz nicht allein Mitglied im Groß-Standesamtsbezirk werden könne. Angestoßen hatte das Ringelspiel der Kriebitzscher Bürgermeister Bernd Burkhardt (Linke) - und Luckas Bürgermeisterin Kathrin Backmann (SPD) war erst einmal sauer.

Aber nicht lange. Denn Wolf stellte umgehend klar: "Wir lassen Lucka nicht außen vor. Entweder es gibt einen erneuten Anlauf mit Lucka oder gar nichts." Wenn man es mit dem Begriff der kommunalen Familie ernst meine, könne es eine Lösung ohne Lucka genauso wenig geben wie ohne Meuselwitz, erläuterte Wolf. Deshalb habe er seine Verwaltung alles nochmals durchrechnen lassen.

Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd: Würden Lucka und Meuselwitz in den Groß-Standesamtsbezirk aufgenommen und gleichzeitig die Forderungen der Pleißenaue nach nur vier Personalstellen zugrunde gelegt, könne es in den Städten der Nordregion künftig keine Hochzeiten oder Standesamts-Sprechstunden mehr geben. Vor allem der Verzicht auf Trauungen in der Orangerie oder der Kirche Prößdorf dürfte einen Protest-Sturm auslösen.

"Oder aber die Pleißenaue gibt ihre Blockade auf und sieht ein, dass unsere Variante mit den 4,55 Beschäftigten die bessere ist", erneuerte Wolf den von allen anderen Partnern akzeptierten Vorschlag. "Ich erwarte von Uwe Melzer ein klares Bekenntnis zum gemeinsamen Standeamtsbezirk mit 4,55 Stellen. Oder er muss den Bürgern in Meuselwitz und Lucka erklären, warum sie dort nicht mehr heiraten können", spielte der SPD-Politiker auf die CDU-Landratskandidatur von VG-Chef Uwe Melzer an. Dass der in seinem Job als Angestellter seiner Gemeinden nur tut, was die Bürgermeister beschließen, lässt Wolf nicht gelten: "Ein VG-Chef hat die Aufgabe, einen Konsens herbeizuführen. Außerdem hat er noch im Sommer unserer Variante zugestimmt."

Eine Brücke baut er der Pleißenaue obendrein. Neuere Berechnungen hätten gezeigt, dass die Kostenunterschiede beider Varianten minimal sind. So schlagen die vier Stellen mit 2,27 Euro pro Einwohner und Jahr zu Buche, die 4,55 Stellen mit 2,61 Euro. "An 1700 Euro sollte dieses Projekt doch nicht scheitern."

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