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Altenburg Nagelneuer Radweg zwischen Lödla und Rositz muss repariert werden
Region Altenburg Nagelneuer Radweg zwischen Lödla und Rositz muss repariert werden
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12:00 29.09.2017
Kaum ein Jahr ist der Radweg zwischen Lödla und Rositz alt und hat jetzt schon Risse, weshalb eine Reparatur ansteht, bevor der Weg freigegeben wird. Quelle: Mario Jahn
Lödla/Gera

Mit einer Freigabe des Radwegs auf Lödlaer Flur Richtung Rositz wird in diesem Jahr nicht mehr gerechnet. So die Aussage das Straßenbauamtes Ostthüringen auf OVZ-Anfrage. Die Trasse könne zwar de facto genutzt werden, jedoch auf eigene Gefahr. Tatsächlich ist der neue Radweg bei Pedalrittern recht beliebt, was auch Lödlas Bürgermeister Torsten Weiß (CDU) bestätigt. Lange genug haben die Einwohner schließlich darauf gewartet. Ursprünglich war die Eröffnung bereits für Ende 2015 geplant.

Doch auch fast zwei Jahre später ist dieses schwarze Band zwischen Lödla und Rositz noch keine offizielle Radlerroute. Zwar wurde der Weg parallel zur Bundesstraße 180 Ende 2016 fertiggestellt (die OVZ berichtete) – doch die Behörde, die ihn abnehmen und freigeben müsste, ist ziemlich unzufrieden mit der Qualität. Der nagelneue Strecke ist bereits jetzt von zahlreichen Rissen durchzogen und die Haltbarkeit erheblich eingeschränkt, informiert Straßenbauamts-Leiter Ulrich Wenzlaff. Deshalb konnte seine Behörde, in deren Zuständigkeit der rund 285 000 Euro teure Radweg entlang der Bundesstraße fällt, noch kein grünes Licht geben. „Die Baufirma erkennt den Mangel an“, erklärt Wenzlaff. Weil aber die Schäden an der Tragschicht Folge mangelhaften Mischgutes seien, befinde sich die Baufirma gerade im Rechtsstreit mit ihrem Lieferanten. Aus diesem Grund verzichtete das Straßenbauamt bisher auf eine Ersatzvornahme, so Wentzlaff weiter. Bis zum Urteil dürften ohnehin keine Veränderungen am Beweismittel, sprich dem Straßenbelag, vorgenommen werden. Perspektivisch müssen aber Trag- und Deckschicht ausgetauscht werden, um den vertragsgerechten Zustand herzustellen, informierte der Bauträger. Erst dann könne das Amt den Radweg freigeben.

Immerhin: Mitte August ist dies bereits für den zweiten Bauabschnitt, auf Rositzer Flur, erfolgt. Weshalb seitdem die Fahrbahnmarkierungen sowie die Beschilderungen an der Gemeindegrenze von Rositz und Lödla enden.

Die Pedalritter lassen sich davon allerdings nicht ausbremsen, nutzen trotzdem die gesamte Strecke. Denn sie ist höchst willkommen. Bevor der Weg angelegt wurde, mussten zwischen Radler und Fußgänger, wenn sie nicht den gefährlichen Weg auf der stark befahrenen B 180 nehmen wollten, einen Umweg über Dorfstraßen in Kauf nehmen. Weshalb die Kommunen Lödla und Rositz sich schon vor Jahren für den Bau des Weges einsetzten, der an die seit Langem existierende Radwegverbindung Rositz-Kriebitzsch-Meuselwitz anschließt. „Für Fußgänger und Fahrradfahrer ist der Weg ein Zugewinn mit echtem Mehrwert“, schätzt Weiß ein. Doch wirklich Freude über die Fertigstellung der langersehnten Trasse kommt fast ein Jahr später immer noch nicht auf.

Von Jörg Reuter

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