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Narren erobern die Macht im Altenburger Land

Karnevalsauftakt Narren erobern die Macht im Altenburger Land

Laut, bunt und stimmungsvoll starteten die Narren des Altenburger Landes am Freitag in die fünfte Jahreszeit. Wie es Tradition ist, wurden den Bürgermeistern zum Faschingsauftakt die Schlüssel zu ihren Amtsstuben abgenommen, damit bis zum Aschermittwoch der Frohsinn und die Heiterkeit in den Gemeinden regieren kann.

Gernerationswechsel beim KCR: Benno Moller (r.) über gibt die Präsidentenkappe an seinen Nachfolger Holger Markowski.

Quelle: Mario Jahn

Rositz/Wintersdorf/Lucka/Kriebitzsch. Laut, bunt und stimmungsvoll starteten die Narren des Altenburger Landes am Freitag in die fünfte Jahreszeit. Wie es Tradition ist, wurden den Bürgermeistern zum Faschingsauftakt die Schlüssel zu ihren Amtsstuben abgenommen, damit bis zum Aschermittwoch am 1. März 2017 der Frohsinn und die Heiterkeit in den Gemeinden regieren kann.

Den Anfang machte wie immer der Karnevalclub Rositz (KCR). 17.11 Uhr wollte Präsident Holger Markowski den Schlüssel von Bürgermeister Steffen Stange haben, was er mit launigen Reimen zur Freude der etwa 50 Faschingsfans im Rositzer Kulturhaus kund tat. Doch zuvor stand noch die Übergabe der Präsidenten-Kappe an. Denn die 51. Saison des KCR ist die erste für Holger Markowski. „Das Gezerre um den Schlüssel machte dann er nicht mehr mit, deswegen schickt er nun den Nachfolger in die Bütt“, reimte Markowski, bevor er vom langjährigen KCR-Präsidenten Benno Moller die Kappe bekam.

Natürlich musste auch Bürgermeister Stange ans Mikrofon, bevor die Tanzgarden auftraten. Trotz aller Narretei dankte Stange im vollsten Ernst den Vereinsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement, das weit über die Faschingsveranstaltungen hinausgeht. Denn bei nahezu allen Festen in Rositz sind die KCRler mit eingebunden. Witzig in Reimform ließ es sich Stange danach nicht nehmen, in die Gebietsreform aufs Korn zunehmen: „Dass das Ehrenamt an der Reform zerbricht, das stört den Bodo nicht.“

Premiere in Wintersdorf: Zum Start in die fünfte Jahreszeit, wenn die Karnevalisten dem Bürgermeister den Schlüssel abnehmen, geschah das diesmal um 18.11 Uhr im Kulturhausgarten vorm Domizil des WFC und nicht wie gehabt am Gemeindeamt. Nachdem Andreas Quaas, der Präsident des Wintersdorfer Faschingsclubs (WFC), Ortsteilbürgermeister Thomas Reimann um den Schlüssel erleichtert hatte, erklärte der das Zustandekommen dieser Neuerung. Von denen gebe es in Meuselwitz ja sonst kaum welche, meinte Reimann nicht ohne Unterton. Einbrecher hätten im ehemaligen Gemeindeamt vor drei Wochen Zerstörung und Chaos hinterlassen. Dieser Zustand mache es noch heute unmöglich, den Narren den Schlüssel dort zu übergeben. Dem närrischen Volk war’s egal, das lässt sich sowieso durch nichts unterkriegen, schon gar nicht durch etwas Neues. Da feierte und tanzte man sich eben diesmal am Kulturhaus warm.

In Lucka hatte Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn um 19.11 Uhr gegen gleich zwei Karnevalspräsidenten keine Chance, den Rathausschlüssel in ihrem Besitz zu behalten. Rainer Klett vom Luckaer Karnevalsclub (LKC) und Jens Kieminski vom Karnevalsclub Birke rückten wie seit Jahren gemeinsam zur Schlüsselübergabe an. Zelebriert wurde diese auf dem Platz am Wettinbrunnen. Die Sorgen, die ihr die anstehende Gebietsreform bereitet, hatte die Stadtchefin dem Anlass entsprechend zum Reimen veranlasst. „Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer, hier ist der Schlüssel, gern geb ich ihn her… Vielleicht schafft Ihr es mit Witz und Lachen, diesem Unfug ein Ende zu machen. Ihr Karnevalisten sollt nicht verdrießen und den Fasching in Lucka genießen.“ Das tat das närrische Volk dann auch und bot den zahlreich erschienen Luckschen Ausschnitte aus den Programmen.

Doch nicht nur in Wintersdorf, sondern auch in Kriebitzsch gab’s ebenfalls um 19.11 Uhr eine Neuerung bei der Schlüsselübergabe. Denn in den vergangenen Jahren fand die unter dem schützenden Dach des Volkshauses Zechau, dem Domizil des Zechauer Dorf- und Faschingsklubs (ZDF), statt. Für Bürgermeister Bernd Burkhardt war es auf seine alten Tage eine Premiere, dem ZDF-Präsident Udo Wiese den Schlüssel zur Macht direkt vorm Gemeindeamt zu überlassen. „Mit Blick auf die 2017 anstehende 50. Saison ist das der Test, wie das bei den Leuten ankommt“, sagt Wiese. Und auch in Kriebitzsch haben die Narren noch tüchtig gefeiert.

Von Jörg Reuter und Marlies Neumann

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