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Neonazi-Feier in Gerstenberg löst Großeinsatz der Polizei aus

Neonazi-Feier in Gerstenberg löst Großeinsatz der Polizei aus

Auch im Altenburger Land ist die Neonazi-Szene weiter aktiv. Ein als privat deklariertes Treffen am Sonnabendabend in Gerstenberg löste einen größeren Polizeieinsatz aus.

Gerstenberg. In einer ehemaligen Gaststätte in Gerstenberg, die für Feiern und andere Aktionen angemietet werden kann, fand am späten Sonnabend offensichtlich ein Neonazi-Treffen statt. "Beamte der Polizeiinspektion Altenburger Land stellten bei einer Kontrolle auf dem benachbarten Parkplatz insgesamt 18 Fahrzeuge fest, die aus Altenburg, Gera sowie dem Raum Leipzig stammten", informierte der Sprecher der Polizeidirektion Gera, Michael Schwenzer. Einige der Kennzeichen seien direkt Personen aus dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen gewesen.

In dem ehemaligen Gastraum wurden bei einer Kontrolle tatsächlich 39 Personen angetroffen, die zur rechten Szene gehören. "Da der Verdacht einer nicht angemeldeten Musikveranstaltung bestand, wurden Polizeikräfte zusammengezogen und Kontrollstellen errichtet", informierte Schwenzer weiter. Nach Augenzeugenberichten sollen bis zu 25 Polizeifahrzeuge und um die 50 Beamte im Einsatz gewesen sein.

Aufgelöst wurde das Treffen aber nicht. Denn die weiteren Ermittlungen hätten ergeben, dass die Räume für diesen Abend von einem 35-Jährigen aus Altenburg zu einer privaten Veranstaltung gemietet worden waren, womit es sich nicht um eine meldepflichtige Veranstaltung handelte. Auch Eintritt wurde nicht erhoben, und es erfolgte kein Getränkeausschank. In dem Raum wurde eine Gitarre festgestellt. "Ab dem Eintreffen der Polizeikräfte verließen die Personen nach und nach die Räumlichkeiten. Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten wurden nicht festgestellt. Bei allen Anwesenden erfolgte jedoch die Feststellung der Identität", so der Geraer Polizeisprecher.

Unter den so Identifizierten befand sich der im Altenburger Land bekannte Neonazi Thomas G., der unter anderem als Mitanmelder diverser Versammlungen von Rechtsradikalen auftrat. Eng kooperierte der 32-Jährige dabei auch mit dem mittlerweile in Untersuchungshaft sitzenden Ralf Wohlleben, der unter anderem dem Zwickauer Terror-Trio eine Waffe beschafft haben soll und dem Beihilfe zu sechsfachem Mord vorgeworfen wird.

Mögliche Verbindungen zu dem Zwickauer Trio werden von Experten auch Thomas G. nachgesagt, wobei bislang aber noch konkrete Beweise fehlen. Jörg Wolf

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