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Netzwerker genießen Spezialitäten des Altenburger Landes

Messe mit regionalen Produkten Netzwerker genießen Spezialitäten des Altenburger Landes

Welche Unternehmen, Mittelständler oder Handwerker gibt es in 50, 100 oder mehr Kilometern? Auf diese Frage haben nur wenige Thüringer Firmenchefs eine fundierte Antwort. So mancher Deal komme nicht zustande, weil die Unternehmer nichts voneinander wissen, davon ist Guido Hunke überzeugt. Vor drei Jahren rief er das Netzwerk Thüringen ins Leben.

Der Veranstalter und Gründer des Netzwerks Thüringen, Guido Hunke (r.), schaut sich am Stand der in Windischleuba ansässigen Firma Fruchtexpress um.

Quelle: Jörg Reuter

Altenburg. Welche Unternehmen, Mittelständler oder Handwerker gibt es in 50, 100 oder mehr Kilometern? Auf diese Frage haben nur wenige Thüringer Firmenchefs eine fundierte Antwort. Deshalb wissen sie im Zweifel auch nicht, wer im Freistaat ihr Geschäftspartner sein oder werden könnte. So mancher Deal komme einfach deshalb nicht zustande, weil die Unternehmer nichts voneinander wissen, davon ist Guido Hunke überzeugt. Um diese Potenziale zu nutzen, rief er vor drei Jahren das Netzwerk Thüringen ins Leben und veranstaltet jährlich fünf Veranstaltungen. Die jüngste fand am Dienstag im Schloss in Altenburg statt. Rund 130 Wirtschaftsbosse und Führungskräfte aus Thüringer Unternehmen waren der Einladung der Netzwerker um Hunke nach Altenburg gefolgt.

Für die Umsetzung des Titels „netzwerken und genießen“ war die VR-Bank Altenburger Land verantwortlich, die als Partner des Netzwerks örtlicher Co-Veranstalter war. Die Steilvorlage „genießen“ nutzten die Bänker und organisierten eine kleine Messe im Festsaal des Schlosses, bei der die Nahrungs- und Genussmittelhersteller des Kreises ihre Produkte anboten. Das schmackhafte Portfolio der hiesigen Wirtschaft bot dann den perfekten Rahmen fürs Netzwerken. Schließlich entspinnen sich nette Gespräche besonders leicht bei einem guten Tropfen und leckeren Häppchen.

„Wir beteiligen uns von Anfang an und sind Gründungsmitglieder“, sagte Karl-Ulrich Körtel, Vertriebsleiter der R+V Versicherung in Thüringen. Nicht zuletzt die Erfahrungen seiner Kollegen aus dem Nachbarland Sachsen, wo es ein solches Netzwerk bereits schon länger gibt, hätten ihn anfangs vom Nutzen überzeugt. „Und das hat sich in den vergangenen Jahren bestätigt.“ Zahlreiche neue Kontakte seien so zustande gekommen.

Für den Schmöllner Bäckermeister Jürgen Hübner bot der Abend im Schloss derweil die Gelegenheit, die handwerkliche Qualität seines Betriebes mit verschiedenen Kuchen zu belegen. Außerdem übernehme er gern die Versorgung bei Veranstaltungen der VR-Bank. Als eine hervorragende Möglichkeit, die eigenen Produkte zu bewerben, empfand auch die Agrargenossenschaft Thonhausen die Einladung zur Netzwerkparty. „Wir vermarkten sehr viele unsere Produkte selbst. Das wollen wir hier publik machen“, erläuterte Sandra Hahn, die in Schmölln für die Fleischerei der Genossenschaft verantwortlich ist.

„Für mich sind solche Veranstaltungen wichtig, weil ich hier direkt mit den Entscheidungsträgern ins Gespräch komme“, erklärte Eugen Groh, Verkaufsmanager der Firma Ironshark. Das Jenaer IT-Unternehmen programmiert Webseiten und Apps für Firmen. Im täglichen Geschäft sei es jedoch oft schwierig, an der mittleren Führungsebene vorbei zu den Entscheidungsträgern vorzustoßen. Demgegenüber hätte der lockere Rahmen solcher Events schon so manche Tür geöffnet. „Es ist zwar ähnlich wie bei Werbung schwer abzurechnen, aber auch für das Netzwerken gilt: Es bringt etwas“, bestätigte Eugen Groh.

Als einziger Politiker nutzte der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) den Abend zum Kontakte knüpfen. „Ich finde so etwas richtig klasse. Heute gefällt mir besonders, dass Produkte angeboten werden.“ Das würde der Region mehr helfen als Vorträge namhafter Experten, die sonst zu den Veranstaltungen des Netzwerks Thüringen gehalten werden. Darüber hinaus verweist Läbe auf eine Stippvisite eines Thüringer Tragschrauber-Herstellers. Dieser hatte sich kurz vor Veranstaltungsbeginn am Nachmittag den Flugplatz samt Industriepark in Nobitz ganz genau angesehen, berichtet Läbe.

Von Jörg Reuter

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