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Neubau der überalterten Kanäle im Schmöllner Industriegebiet zieht sich hin

Nach Havarie Neubau der überalterten Kanäle im Schmöllner Industriegebiet zieht sich hin

Stadtwerke und Rathaus Schmölln kommen mit der Sanierung des überalterten und überforderten Abwassersystems im Gewerbegebiet Nitzschka nur schleppend voran. Die OVZ hatte im April enthüllt, dass ungeklärte Industrie-Abwässer über den Jägerfließ und den Köthelbach in die Sprotte abgeleitet wurden. Die Uferbereiche wurden dabei verschmutzt.

So war die Dreckbrühe im April in den Köthelbach gelaufen. Das Landratsamt hatte dies sofort untersagt.

Quelle: Jens Rosenkranz

Schmölln. Stadtwerke und Rathaus Schmölln kommen mit der Sanierung des überalterten und überforderten Abwassersystems im Gewerbegebiet Nitzschka nur schleppend voran. Die OVZ hatte im April enthüllt, dass ungeklärte Industrie-Abwässer über Wochen, wenn nicht gar über Monate über den Jägerfließ und den Köthelbach in die Sprotte abgeleitet wurden. Die Uferbereiche wurden dabei verschmutzt.

Offenbar war den Verantwortlichen das Problem bekannt, nachdem es beim Lebensmittelhersteller Burkhardt im Herbst 2016 zu einer Havarie gekommen war, als erstmals große Mengen Schmutzwasser unbehandelt abgeleitet wurden und wo spätestens klar war, dass das Kanal- und Regenrückhaltesystem nicht mehr genügt. Erst der OVZ-Beitrag und der zeitgleich vom Landratsamt sofort verfügte Einleitestopp veranlassten die Schmöllner Verantwortlichen, etwas zu unternehmen.

Danach steht nun fest, dass in dem älteren Teil des erst Anfang der 90er-Jahre erschlossenen Gewerbegebietes wohl der Bau eines Kanalsystems nötig ist, der Schmutz– und Regenwasser getrennt aufnimmt und ableitet. Die dafür nötigen Planungskosten in Höhe von 166 000 Euro sollen im nächsten Nachtragshaushalt der Stadt enthalten sein, der in Kürze beschlossen werden soll. Das erklärte Bürgermeister Sven Schrade (SPD) kürzlich vor der Presse. Im Moment würden die Fördermittel für den 1,6 bis zwei Millionen Euro teuren Bau ausgelotet, auf die man Aussicht habe. Auf mehrmalige Nachfrage sagte Schrade, dass man notfalls auch ohne Fördermittel baue, um die Auflagen zu erfüllen. „Da müssen wir wohl in den sauren Apfel beißen“, schloss Schrade aus, solange zu warten, bis das Vorhaben finanziell unterstützt wird, egal wie lange dies dauert.

Er mache sich regelmäßig vor Ort ein Bild von der Lage, die vor allem bei Starkregen kritisch werde und wo das System erneut überlaufen könnten. In der Tat war OVZ-Recherchen zufolge vor einigen Tagen nach teils heftigen Niederschlägen der Durchfluss vom verschmutzten Regenrückhaltebecken zum Jägerfließ eine Zeitlang wieder geöffnet worden.

Die Zeit bis zum Neubau soll durch eine starke Pumpe überbrückt werden, die das Regenüberlaufsystem entlastet. Eine dauerhafte Lösung sei dies natürlich nicht, sagte der Bürgermeister. Wie lange sich so beholfen wird, vermochte er allerdings auch nicht zu sagen.

Von Jens Rosenkranz

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