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Neubau im Tierheim für nächstes Jahr geplant

Neubau im Tierheim für nächstes Jahr geplant

Gut fünf Monate liegt der Beschluss von Altenburgs Tierschützern zurück, im Tierheim am Poschwitzer Park ein neues Hauptgebäude zu errichten.In den Sommermonaten waren die Chefin des Vereines, Sibylle Börngen, und der Vorstand in Sachen Neubau nicht untätig.

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Blick auf das heutige Tierheim am Poschwitzer Park. Auf dem Areal links von der Einfahrt soll der Neubau entstehen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Von Jörg Wolf

 

Altenburg. Gut fünf Monate liegt der Beschluss von Altenburgs Tierschützern zurück, im Tierheim am Poschwitzer Park ein neues Hauptgebäude zu errichten.

 

In den Sommermonaten waren die Chefin des Vereines, Sibylle Börngen, und der Vorstand in Sachen Neubau nicht untätig. "Im Gegenteil. Mittlerweile wurde eine Firma gefunden und vertraglich gebunden, unter deren Regie das komplette Projekt von der Planung bis hin zur Realisierung abgearbeitet wird", freut sich die Vereinschefin. Gemeint ist die Firma Rohn aus Paitzdorf, die sich eigentlich auf die Installation von Erdwärmeheizungen spezialisiert hat. Beim Tierheimprojekt aber wird sie für das gesamte Projekt die Verantwortung tragen und deshalb mit anderen lang bekannten Partnern aus anderen Bereichen des Baugewerbes das Projekt umsetzen. "Das ist vom Umfang her schon ein Großprojekt für uns", meint Geschäftsführer Jens Dietrich.

 

Mittlerweile ist auch der zeitliche Ablauf weitgehend festgezurrt. "Bis Ende September oder Anfang Oktober soll die verantwortliche Architektin die Baupläne komplett fertiggestellt haben, damit wir in die Antragstellung sowie auf Fördermittelsuche gehen können", erklärt Sibylle Börngen.

 

Entstehen soll kein zwei-, sondern nur ein einstöckiger langer und mit einer Erdwärmeheizung ausgestatteter Bau. Diese alternative Heizunganlage soll dem Verein perspektivisch eine Menge Geld sparen. "Derzeit müssen wir die Container noch mit Strom beheizen, was unsere Energierechnung auf rund 10 000 Euro pro Jahr hat ansteigen lassen", so Börngen und nennt weitere Details des Vorhabens: "Von einem Zweigeschosser wurde aus Kostengründen abgeraten. Außerdem soll der rund 50 Meter lange Neubau ein Flachdach erhalten, was nach der Fertigstellung die Montage einer Solaranlage nicht beeinträchtigen würde." Laufe alles planmäßig , so könne im kommenden Jahr der erste Spatenstich erfolgen. Aus Kostengründen soll in mehreren Abschnitten gebaut werden. Denn trotz aller möglichen Einsparpotenziale beträgt die Gesamtbausumme um die 300 000 Euro und damit ungefähr 50 000 mehr, als bei ersten Schätzungen. "Wir planen fünf bis sechs solcher Etappen in den kommenden vier bis fünf Jahren", erörtert Börngen. Jeder fertige Bauabschnitt könne aber separat in Betrieb genommen werden. In dem neuen Haupthaus sollen Hundeanlage sowie -quarantäne untergebracht werden. Außerdem sollen die Futterküche, der Technikraum sowie Büro und Empfang integriert werden.

 

Derzeit sind große Teile des Heimes noch in Containern untergebracht, die Mitte der 1990er-Jahre aufgestellt wurden. "Theoretisch hätten wir mit denen zwar noch ein paar Jahre Luft, aber wir wollen nicht abwarten, bis der Verschleiß akut wird. Deshalb besteht die Bauidee schon seit circa drei Jahren."

 

Natürlich setzt der 90-köpfige Verein bei dem Großprojekt auch auf Spenden. "Die Werbetrommel soll erstmals schon dieses Jahr gerührt werden. Am 6. September sind wir beim Inselzoofest dabei und bieten ein Ponyreiten an. Der Erlös soll hundertprozentig in das Projekt fließen", so Börngen, die weitere Werbe- und Spendenaktionen ankündigt.

Jörg Wolf

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