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Altenburg Neue Ausstellung im Altenburger Rathaus zeigt Werke von Hobby-Künstlerin
Region Altenburg Neue Ausstellung im Altenburger Rathaus zeigt Werke von Hobby-Künstlerin
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16:14 13.10.2016
Magische Nacht“ hat Ute Meinel dieses Bild überschrieben, das nach der Altenburger Frühlingsnacht 2016, dem beliebten Einkaufsevent, entstand. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

„Warum ich male? Das ist eine leichte Frage, die schwer zu beantworten ist.“ Ute Meinel kann den Grund für ihre künstlerische Betätigung nicht konkret benennen. Sie antwortet lieber mit einer Gegenfrage: „Warum musiziert man?“ Es liege eben manches einfach in den Menschen drin. Der 69-Jährigen zumindest wurde das Talent schon in die Wiege gelegt. Seit der Schulzeit malt sie. Es ist aber zeitlebens ein Hobby geblieben und nie ein Broterwerb geworden. Jetzt sind einige ihrer Werke in der Altenburger Rathaus-Galerie zu sehen.

„Die Sonne duldet kein Weiß“ ist die sehens- und bemerkenswerte Ausstellung überschrieben. Den Grund für diesen Titel zu nennen, fällt der Windischleubaerin hingegen ziemlich leicht. „Ich mag es nicht, wenn man Bilder ansieht und in Depressionen verfällt. Die Welt ist grau genug“, sagt sie. Und so erlebt der Betrachter einen wahren Farbenrausch, egal ob es sich um ein Kornfeld, ein Porträt, eine Stadtansicht oder Urlaubserinnerungen aus südlichen Gefilden handelt.

Ute Meinel. Quelle: Mario Jahn

Das Talent hat schon ihr Vater frühzeitig gefördert, doch weil Ute Meinel von der Kunsthochschule eine Absage erhielt, entschied sie sich für ein Studium zur Kunsterzieherin. In diesem Beruf blieb sie aber nur wenige Jahre und arbeitete später nach einem Betriebswirtschaftsstudium als Ingenieurökonomin. Ihre Liebe zur Malerei blieb, doch als Mutter von drei Kindern war die Zeit fürs Hobby knapp. Auch gab es die notwendigen Utensilien erst nach der Wende in Qualität und Umfang. „Da konnte man endlich gute Leinwände kaufen, und auch Ölfarben waren keine Mangelware mehr.“ Zeichnungen in Pastellkreide sind seither zunehmend Bildern in kräftigen Ölfarben gewichen. Studien macht Ute Meinel meist mit Bleistift, oder sie malt nach selbstgeschossenen Fotos. Manches Bild ist in zwei bis drei Stunden fertig und perfekt, mit anderen tut sie sich schwerer. Die bleiben manchmal lange liegen. „Am liebsten ist mir, wenn schon etwas drunter ist, auf dem ich malen kann.“ Weißes Papier oder weiße Leinwände sind nicht ihr Ding.

Auch gibt es keine festen Zeiten, an denen sich die Pensionärin ihrem Hobby widmet. „Wenn ich Lust kriege, muss ich anfangen. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Ich habe zum Glück einen verständnisvollen Mann, der sich an meiner Nachtarbeit nicht stört.“ In ihrem Haus hat sie vor einigen Jahren, seitdem die Kinder flügge sind, ein kleines Atelier eingerichtet.

Die im Altenburger Rathaus ausgestellten Werke können käuflich erworben werden.

Von Ellen Paul

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