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Neue Beauftragte: Landratsamt löst Probleme bei der Betreuung der Sportvereine

Verschobene Ehrung im Altenburger Land Neue Beauftragte: Landratsamt löst Probleme bei der Betreuung der Sportvereine

Am Donnerstagabend ehrt das Landratsamt zum 26. Mal die erfolgreichsten Sportler des Altenburger Landes. Allerdings findet die Veranstaltung einige Wochen später statt als in den Vorjahren, was unter anderem an der in den vergangenen Monaten unbesetzten Stelle der Sportbeauftragten des Kreises liegt. Landrätin Michaele Sojka (Linke) stellt das jedoch anders dar.

Die Sportlerehrung des Landkreises ist dieses Jahr auf Dezember verschoben worden, weil es im Vorfeld Probleme gab.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Im Kreis ist es Tradition, jedes Jahr die erfolgreichsten Sportler zu ehren. Zum inzwischen 26. Mal findet die Ehrung am heutigen Donnerstag statt. Ab 18 Uhr wird Landrätin Michaele Sojka (Linke) im Landschaftssaal des Landratsamtes rund 100 Aktive auszeichnen. Allerdings geschieht das diesmal einige Wochen später als in den Vorjahren. Nach OVZ-Informationen hängt die Verschiebung damit zusammen, dass die Stelle der Sportkoordinatorin des Altenburger Landes monatelang in der Luft hing und die Aufgaben nur interimsmäßig von jemand anderem miterledigt wurden.

Sojka stellt das allerdings anders dar. „Anfang des Jahres war geplant, die Ehrenamtsgala und die Sportlerehrung innerhalb einer Woche im November durchzuführen, da unsere Hausmeister zu der Zeit vor allem damit beschäftigt waren, Flüchtlingsunterkünfte ein- und auszuräumen“, erklärte die Landrätin auf OVZ-Nachfrage. „Die Bestuhlung des Landschaftssaals als Festsaal für die beiden Veranstaltungen sollte so wenig Aufwand wie möglich bereiten. Da nun während der vergangenen Monate absehbar war, dass sich die Flüchtlingssituation etwas entspannt, haben wir im September entschieden, die beiden Veranstaltungen wieder einen Monat zeitversetzt auszurichten, wie es in den vergangenen Jahren üblich war.“ In diese Überlegungen sei zudem eingeflossen, dass man die Sportlerehrung nutzen wolle, um zugleich die neue Sportbeauftragte vorzustellen. „Deshalb sind wir auf Anfang Dezember ausgewichen.“

Aus Sportvereinen, Kreissportbund (KSB) und auch aus dem Landratsamt selbst drangen jedoch andere Stimmen. Demnach klagten seit Juli, als sich die einstige Sportbeauftragte Judith Härtel in den Ruhestand verabschiedete, vor allem die Clubs über einen fehlenden Ansprechpartner. Als es den dann interimsmäßig gab, gingen die Probleme jedoch weiter. Konkret blieben Förderanträge der Vereine liegen. Außerdem gab es Probleme mit der Belegung von Sportstätten. In der Spitze herrschten teils chaotische Zustände mit Doppelbelegungen und Ähnlichem. Und auch das Verfahren für die Sportlerehrung hing bis Ende September in den Seilen, weil offenbar zuvor überlegt worden war, das Ganze auszulagern.

Einige dieser Dinge hatte KSB-Chef Hendrik Baum in seiner Rede bei der Jahreshauptversammlung thematisiert. Erst als sich die Beschwerden von großen Altenburger Vereinen, wie etwa dem SV Medizin, dem SV Einheit und dem Volleyballclub, häuften und der Druck wuchs, lenkte das Landratsamt ein und entschloss sich, eine neue Sportbeauftragte einzustellen. Die heißt laut Kreisverwaltung Selita Jahn, ist seit 28. November offiziell im Amt und hat heute Abend ihren ersten großen Auftritt.

Nach OVZ-Informationen handelt es sich dabei um eine interne Lösung. Denn Jahn arbeitete zuvor in der Kämmerei des Landratsamtes. Sie kommt aus Meuselwitz und kennt sich im Sport aus, hat etwa selbst Hand- und Fußball gespielt und ist noch aktive Freizeit-Volleyballerin. „Wir freuen uns doppelt“, sagte dazu KSB-Geschäftsführer Ulf Schnerrer. „Zum einen, dass der zähe Prozess endlich abgeschlossen ist und zum anderen, dass es jemand mit Sport-Hintergrund macht.“

Von Thomas Haegeler

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