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Neue Exponate und neue Angebote sollen Interesse an der Spalatin-Ausstellung erhöhen

Neue Exponate und neue Angebote sollen Interesse an der Spalatin-Ausstellung erhöhen

Die Sonderausstellung "Georg Spalatin - Steuermann der Reformation" im Schlossmuseum ist das größte Kulturprojekt der Stadt Altenburg in diesem Jahr. Es soll für deutschlandweites Interesse und Renommee sorgen.

Altenburg.

Doch aktuell macht es den Organisatoren offenbar mehr Sorgen als Freude. Denn nachdem die Exposition Mitte Mai überaus erfolgreich angelaufen und auf ein immenses Medieninteresse in der gesamten Bundesrepublik gestoßen ist, liegen die Besucherzahlen momentan deutlich unter den Erwartungen.

 

Dies wurde vorgestern bei der Präsentation von neuen Begleitprogrammen, die mehr Besucher anlocken sollen, auf Nachfrage eingeräumt. Genaue Zahlen wollte die Stadtverwaltung jedoch nicht nennen. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) vertröstete auf die nächste städtische Pressekonferenz am kommenden Donnerstag. OVZ-Informationen zufolge sollen sich die Zahlen knapp 50 Tage nach der Eröffnung noch im unteren vierstelligen Bereich bewegen. Erklärtes Ziel bis Ende Oktober sind aber 30 000 Besucher, um die eigene Investition von rund 300 000 Euro so gut es irgend geht über den Eintritt wieder einzuspielen.

 

Auch in der Bartholomäikirche, wo der zweite Teil der Spalatin-Ausstellung zu sehen ist, lassen die Besucherzahlen noch viel Luft nach oben. Es sind durchschnittlich zehn am Tag, sagt Pfarrer Reinhard Kwaschik. In Summe seit der Eröffnung also knapp 500. "Ich bin damit natürlich nicht zufrieden, aber die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Denn ehrlich gesagt, habe ich nicht mit sehr viel mehr gerechnet." Gründe sieht er in der Doppelausstellung, die nur schwer zu vermarkten ist, und dem doppelten Eintritt. Da es in der Bartholomäikirche aber eine Dauerausstellung ist, will sich Kwaschik nicht kirre machen lassen und einen langen Atem behalten.

 

Die Stadt allerdings muss handeln, denn hier ist die Exposition zeitlich begrenzt, läuft noch knapp vier Monate. Zu den neuen Offerten gehören unter anderem Veranstaltungen unter dem Motto "Bitte umblättern" und "Matinee bei Spalatin". Bei Letzterem werden an mehreren Sonntag-Vormittagen einzelne Ausstellungsobjekte in den Mittelpunkt gerückt. Zum regulären Eintrittspreis von 8,50 Euro gibt's hier ein Glas Sekt obendrauf. Mit dem Spalatin-Tag an jedem Donnerstag sollen nicht nur Touristen, sondern ebenso Altenburger die Möglichkeit erhalten, die Ausstellung auch mal nach der Arbeit in Ruhe besuchen zu können. Sie ist deshalb bis 19 statt nur bis 17 Uhr geöffnet. Außerdem spart man dabei, denn für den Besuch der Spalatin-Ausstellung einschließlich des Schlossmuseums werden statt 12,50 Euro nur 9,50 Euro fällig. Mit der Offerte "Und abends aufs Schloss" bekommt der Besucher in einer Führung, die sonst extra kostet, den Reformator und prominenten Sohn der Stadt nähergebracht. Ein Sommer-Spezial vom 15. Juli bis 31. August verbindet die Spalatin-Ausstellung mit einem Rundblick vom Hausmannsturm und der Besichtigung des aktuellen musealen Highlights, des Zuckerbanketts. In Kürze soll außerdem der Museums- mit einem Restaurant-Besuch gekoppelt angeboten werden.

 

Vielleicht, so hoffen die Verantwortliche, tragen aber auch neue Exponate zu neuem Interesse bei. In dieser Woche beispielsweise ist der Band I der "Chronik der Sachsen und Thüringer" eingetroffen und wurde gegen den bis dahin ausgestellten Band IV ausgetauscht. Die Chronik lagert in einer eigens dafür angeschafften speziellen Klima-Vitrine. Darin ist für eine konstante Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent gesorgt. Durch radargesteuerte Beleuchtung wird die Lichtbelastung so gering wie möglich gehalten. Die hochsensible Technik ist im Inneren der Vitrine verborgen. Der nächste Wechsel der Chronik ist für den 13. August geplant.

 

Außerdem kündigte die städtische Kulturamtschefin Susanne Stützner für Dienstag ein weiteres Exponat an: die Madonna aus Spalt, ein kostbares Kunstwerk aus dem Geburtsort von Spalatin, nach dem sich der als Georg Burkhardt Geborene später benannte.

 

© Kommentar Seite 15

Ellen Paul

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