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Altenburg Neue Gedenktafel erzählt Geschichte der Meuselwitzer „Luthereichen“
Region Altenburg Neue Gedenktafel erzählt Geschichte der Meuselwitzer „Luthereichen“
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04:35 18.07.2017
Trotz schlechten Wetters kamen die Meuselwitzer am Samstag zusammen, um bei der Einweihung der Gedenktafel für die beiden Luthereichen dabei zu sein. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Meuselwitz

Wahrscheinlich hätten es sich die vier Kinder, die am 1. November 1817 in der heutigen Weinbergstraße in Meuselwitz zwei Eichenstecklinge in die Erde gruben, nie träumen lassen, dass knapp 200 Jahre später eine Gedenktafel an dieses Ereignis erinnern würde. Nun aber ist genau das geschehen: Der Meuselwitzer Heimatverein weihte am Samstag jene Tafel ein, die Anwohner und Touristen fortan über die Geschichte der beiden Eichen, von denen nur noch eine steht, informiert.

„Überall in Deutschland wird im Jahr 2017 Martin Luther und der Reformation gedacht“, so Lares Kirmse, zweiter Vorsitzender des Meuselwitzer Heimatvereins. „Natürlich wollte der Heimatverein auch seinen Teil dazu beitragen. Aber leider gibt es keinen direkten Berührungspunkt zwischen Luther und unserer Schnauderstadt.“ So rückten die beiden „Luthereichen“ in den Fokus der Lokalpatrioten, schließlich wurden beide Bäume während einer dreitägigen Jubelfeier anlässlich des 300-jährigen Gedenkens an die Reformation im Jahre 1817 gepflanzt.

Eine der Eichen musste bereits weichen: Vor etwa 15 Jahren wurde das stolze Gewächs aus Altersgründen gefällt. Nun muss der verbleibende, gute zehn Meter hohe Baum das Erbe weitertragen. „Es gibt derzeit Überlegungen, den gefällten Baum nun zum 500. Jahrestag der Reformation durch einen neuen Setzling zu ersetzen“, so Kirmse. „Doch noch sind wir dafür auf der Suche nach einem geeigneten Platz.“

Wetterbedingt war die Einweihung der Gedenktafel weniger gut besucht als erwartet: Rund 15 Personen lauschten den Worten des ehemaligen Meuselwitzer Pfarrers Alexander Thiele, der über Luthers Wirken referierte, bevor die in Zeitz gefertigte und vom Heimatverein finanzierte Tafel endlich von den mit Regenschirmen angereisten Besuchern betrachtet werden konnte.

Interessierte können das gute Stück fortan in der Weinbergstraße 46 begutachten. Und wer schon mal vor Ort ist, der kann auch gleich noch in den Hallen des Meuselwitzer Heimatmuseums in der Neugasse 1 vorbeischauen. Der seit 1991 bestehende Verein freut sich jederzeit über geschichts- und heimatinteressierten Nachwuchs.

www.lareskirmse.com/heimatverein.html

Von Christian Neffe

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